Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Augsburg, das weitere Standorte in Ingolstadt, Kempten und Lindau hat, hat bei Ermittlungsverfahren im Jahr 2025 eine Schadenssumme von knapp 16 Millionen Euro festgestellt. Dies geht aus der Jahresstatistik des Hauptzollamts für das vergangene Jahr hervor. Demnach haben die Beamten in dem Jahr knapp 600 Arbeitgeber überprüft. „Im Nachgang zu den Prüfungen leiteten die Beamten über 2200 Strafverfahren und über 1200 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein“, heißt es in einer Mitteilung des Zolls. Zugleich konnten 2025 „mehr als 1800 Strafverfahren und fast 1200 Bußgeldverfahren erledigt werden“.

Der im Rahmen der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen festgestellte finanzielle Schaden liege konkret bei 15,7 Millionen Euro. „Zudem wurden Freiheitsstrafen von insgesamt 39 Jahren erwirkt sowie Geldstrafen und Bußgeld von 1,8 Millionen Euro festgesetzt.“ Trotz weniger Prüfungen von Arbeitgebern seien mehr Ermittlungsverfahren eingeleitet und eine höhere Schadenssumme ermittelt worden, sagt Adrian Kube, Pressesprecher des Hauptzollamts Augsburg. „Die Zahlen bestätigen den risikoorientierten Prüfansatz der FKS.“

Zoll-Einsätze in Augsburg in Friseubetrieben und der Gastro-Szene

Nach eigenen Angaben nahmen die Beamten des FKS 2025 an einer Vielzahl bundesweiter und regionaler Schwerpunktprüfungen mit einem erhöhten Personaleinsatz teil. Diese betrafen unter anderem das Bauhaupt- und Nebengewerbe, die Gastronomie, das Wach- und Sicherheitsgewerbe, die Taxi- und Mietwagenbranche sowie Friseur- und Kosmetiksalons. (jaka)