Für Christopher Trimmel war das Spiel in Mainz der Lohn für die Arbeit der vergangenen Wochen. „Sie hat es sich einfach verdient“, lobte er Eta. Angefangen mit dem „sehr guten“ Spiel gegen Wolfsburg beschrieb der Kapitän eine positive Entwicklung: „Man sieht, dass wir uns wieder gefangen haben.“

Etas Anteil daran ist nicht zu unterschätzen. Spieler wie Diogo Leite und Aljoscha Kemlein spielten am Sonntag befreit auf. Sie genossen es sichtlich, deutlich mehr Ballaktionen zu haben als zuletzt. Und mit jedem gelungenen Pass wuchs ihr Selbstvertrauen.

Schon unter Steffen Baumgart und Bo Svensson gab es Versuche, Union aktiver spielen zu lassen. Nach ersten Rückschlägen fiel die Mannschaft jedoch schnell in den alten Stil zurück. Auch Eta erlebte in Leipzig die Risiken ihres Ansatzes: Union wurde durch das aggressive Gegenpressing mehrfach ausgekontert und verlor verdient mit 1:3.

Ihre Konsequenz aus der Niederlage war es, im Training noch akribischer an den neuen Abläufen zu feilen. Gegen Mainz wurde das insbesondere in der ersten Halbzeit belohnt. „Heute hat es endlich geklappt, und das tut jedem im Verein richtig gut“, sagte Trimmel.