Person tippt auf ein Smartphone

Stand: 11.05.2026 13:59 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen einen ehemaligen Mitarbeiter der Stadt. Der Mann soll über Jahre auf Kosten der Stadt Hunderte Smartphones gekauft und privat an Dritte verkauft haben.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte dem NDR Niedersachsen am Montag, dass gegen den früheren Mitarbeiter ein Anfangsverdacht wegen Unterschlagung besteht. Einem Stadtsprecher zufolge geht es um rund 500 Smartphones. Der Schaden für die Stadt beträgt seinen Angaben zufolge etwa 500.000 Euro. Passiert sein sollen die Fälle demnach zwischen den Jahren 2020 und 2025. Im Oktober 2025 habe es Anschuldigungen gegen seinen Mandanten gegeben, sagte der Anwalt des 65-Jährigen dem NDR. Der 65-Jährige sei im Anschluss sofort von der Stadt freigestellt worden.

Offenbar zweites Kundenkonto bei Telefonanbieter angelegt

Zuerst hatte die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ über die Vorwürfe berichtet. Demnach war der beschuldigte Verwaltungsmitarbeiter für die Telefonverträge der Mitarbeitenden bei der Stadt zuständig. Bei einem Telefonanbieter soll er dem Bericht zufolge heimlich ein zweites Kundenkonto der Stadt angelegt und darüber die Smartphones gekauft haben. Sollte es zu einem Prozess kommen und der Mann verurteilt werden, drohen dem Mann nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Haft.

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