„In diesem Jahr haben wir außergewöhnliche Ideen gesucht, die das Potenzial haben, einen praktischen Beitrag zur Optimierung des industriellen Arbeitslebens zu leisten. Mit dem Forum Junge Spitzenforschung möchten wir Nach­wuchs­wissen­schaftler*innen und ihre kreativen Ansätze unterstützen, die Unternehmen helfen, intelligente, nachhaltige und effiziente Lösungen zu entwickeln“, sagte Dr. Ronald Kriedel, Leitung des Centrums für Entrepreneurship & Transfer (CET) der TU Dortmund und der TU concept GmbH. „Das CET steht dabei über den Preis hinaus jungen Forschenden zur Seite – mit dem Ziel, sie auf ihrem Weg zu unterstützen, ihre Ideen in die Anwendung zu bringen.“

Eine Jury aus Wirtschaftsexpert*innen bewertete die eingereichten Ideen nach verschiedenen Kriterien wie Praxisrelevanz der Forschung, Innovationsgehalt, wirtschaftliches oder gesellschaftliches Potenzial und Realisierbarkeit. Teil der Jury waren: Dr. Dagmar Dirzus (KROHNE Messtechnik GmbH), Dr. Heinrich Dornbusch (PROvendis GmbH), Wulf-Christan Ehrich (IHK zu Dortmund), Philippa Köhnk (BRYCK), Dr. Rainer Schick (Lachmann & Rink GmbH) und Johannes Velling (Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW). Die Veranstaltung leistet einen Beitrag zum Ruhr Innovation Lab, zu dem sich die TU Dortmund und die Ruhr-Universität Bochum im Zuge der Exzellenzstrategie zusammengeschlossen haben. Sie kooperieren dabei eng zu Themen, die dazu beitragen, eine zukunftsfähige und resiliente Gesellschaft zu entwickeln – und dies findet beim Forum Junge Spitzenforschung konkrete Anwendung.

1. Platz: Funknetze für die Industrie

In der Industrie werden Prozesse immer digitaler. Autonome Transportfahrzeuge, mobile Robotik oder flexible Produktionssysteme sind auf stabile und leistungsstarke Funkverbindungen angewiesen. Die Planung und der Betrieb industrieller Campusnetze sind besonders in komplexen Produktionsumgebungen technisch anspruchsvoll und häufig wirtschaftlich nicht effizient. Stefan Böcker, Christian Arendt, Melina Geis und Simon Häger präsentierten mit „PANGOLIN Networks“ ein Konzept für eine integrierte Netzwerkbegleitlösung für industrielle Funknetze, die gleichzeitig leistungsfähig, hochverfügbar, nachhaltig und ressourceneffizient ist. Dafür wurden sie mit dem ersten Platz ausgezeichnet und erhielten ein Preisgeld in Höhe von 12.000 Euro. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung“, sagte Stefan Böcker. „Es ist toll, dass wir in diesem Rahmen Feedback aus der Wirtschaft für unsere Forschung erhalten und dass das Thema über die Wissenschaft hinaus für die Industrie relevant ist.“ Melina Geis ergänzt: „Wir möchten unsere Idee nun weiter vorantreiben und prüfen, ob sich unsere Forschungsergebnisse in eine Ausgründung überführen lassen.“

2. Platz: Autonomes Funkgerät für die Binnenschifffahrt