Fußball, Oberliga: Hin- und hergerissen waren sie beim FC 08 Villingen nach dem 3:3-Unentschieden gegen den VfR Mannheim. Hingerissen von der Leistung der Gastgeber, die zum zweiten Mal in Folge ein Spitzenteam der Oberliga am Rande einer Niederlage hatten. Hergerissen, dass es trotz einer zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Führung nicht zum Sieg reichte. Bei dieser Zwiespältigkeit machte Chef-Trainer Matthias Uhing im ersten Augenblick keine Ausnahme, als er von „Traurigkeit und Stolz“ zugleich sprach. Selbst wenn die Enttäuschung noch nicht ganz verflogen war, relativierte er mit ein wenig Abstand die Sache dennoch.

Pausen: „In der Analyse, in welcher es in erster Linie um die Abläufe, die Inhalte und die Leistung geht, gibt es Anlass, positiv auf dieses Spiel zurückzublicken“, betont Uhing. Zumal Villingen aufgrund von Belastungssteuerung seiner zentralen Achse mit Angelo Rinaldi, Georgios Pintidid und Jonas Busam eine mehr oder weniger lange Pause gönnte.

Einmalig: Keinen Hehl macht Uhing daraus, dass im Hinblick auf die nächsten Spiele, insbesondere dem Pokal-Finale gegen Bahlingen, ein Sieg von elementarer Bedeutung für das Selbstwertgefühl gewesen wäre. „In diesem Endspiel gibt es nur diese eine Chance, da gibt es kein Rückspiel. Umso wichtiger wird es sein, bei einem Vorsprung den Deckel auch drauf zu machen. Was uns diesmal nicht gelungen ist“, betonte der Nullacht-Coach.

Testlauf: Gut einen Monat lang war Geduld gefragt, nachdem er sich in Nöttingen einen Muskelfaserriss zugezogen hatte. Gegen Mannheim jedoch kehrte Nico Tadic zurück auf den Platz, wenn auch noch nicht über die gesamte Spielzeit, sondern lediglich für 20 Minuten. „Das war ein guter Testlauf unter Wettkampfbedingungen, alles hat gehalten“, gab der Villinger Kapitän anschließend Auskunft. Jetzt könne die Belastung von Woche zu Woche gesteigert werden, damit er zu besagtem Endspiel wieder bei 100 Prozent ist.