Newsblog zum Krieg in Nahost
Bei Spitzentreffen: Trump will Xi wohl wegen Iran unter Druck setzen
Aktualisiert am 11.05.2026 – 15:19 UhrLesedauer: 15 Min.
Donald Trump und Xi Jinping in Südkorea: Noch im Mai soll Trump zu einem Besuch in Peking erscheinen. (Archivbild) (Quelle: Evelyn Hockstein/reuters)
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Trump nennt Antwort des Iran „völlig inakzeptabel“. Er will Xi zum Ende der Unterstützung für den Iran bewegen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Trump will Xi wohl wegen Iran unter Druck setzen
US-Präsident Donald Trump will Chinas Staatschef Xi Jinping bei ihrem Treffen in Peking offenbar dazu drängen, die Unterstützung Chinas für Iran einzuschränken. Das berichtete die „Financial Times“ unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Demnach soll es unter anderem um chinesische Lieferungen sogenannter Dual-Use-Güter gehen, die sowohl im zivilen Bereich als auch militärisch genutzt werden könnten.
Die US-Regierung wirft chinesischen Firmen vor, den Iran bei militärischen Operationen unterstützt zu haben. Erst vor wenigen Tagen verhängten die USA Sanktionen gegen mehrere chinesische Unternehmen. Sie sollen den Iran unter anderem mit Satellitendaten sowie Komponenten für Luftabwehrsysteme versorgt haben. Trump wolle das Thema nun erneut direkt bei Xi ansprechen, hieß es aus Washington.
Neben dem Iran-Krieg dürften bei dem Gipfel auch Handelsfragen und der Streit über Taiwan eine Rolle spielen. US-Vertreter betonten jedoch, dass keine Änderung der amerikanischen Taiwan-Politik geplant sei. Trump reist am Mittwoch nach China und trifft Xi Jinping.
EU-Außenbeauftragte für Sanktionen gegen jüdische Siedler im Westjordanland
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat neue Sanktionen gegen israelische Siedler in Aussicht gestellt. „Ich erwarte eine politische Einigung auf die Sanktionen gegen gewalttätige Siedler“, sagte Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel am Montag. „Hoffentlich schaffen wir es“, fügte sie hinzu.
Iran antwortet auf US-Vorschlag – Trump: Völlig inakzeptabel
Bei den Verhandlungen für eine diplomatische Lösung des Iran-Kriegs ist weiterhin kein Durchbruch in Sicht. US-Präsident Donald Trump hält die jüngste Antwort des Iran auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges für „völlig inakzeptabel“. Er sprach auch weitere Drohungen gegen die Islamische Republik aus. In Teheran zeigte man sich davon erneut unbeeindruckt. Mehr dazu lesen Sie hier.
Iranische Nobelpreisträgerin Mohammadi gegen Kaution freigelassen
Iranische Behörden haben die inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi nach Angaben ihrer Unterstützer wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes gegen Kaution freigelassen. Mohammadi sei am Sonntag zur medizinischen Behandlung nach Teheran gebracht worden, teilte ihre Stiftung am Sonntag mit. Nach einem zehntägigen Krankenhausaufenthalt in Sandschan im Norden des Iran, wo sie ihre Haftstrafe verbüßt, sei Mohammadi „gegen eine hohe Kaution eine Aussetzung der Strafe gewährt“ worden. Die Nobelpreisträgerin sei mit dem Krankenwagen in ein Krankenhaus in Teheran gebracht worden, wo sie „von ihrem eigenen Ärzteteam“ behandelt werde, hieß es weiter. Die Höhe der Kaution wurde in der Erklärung nicht genannt.
Unterstützer der 54-jährigen Menschenrechtsaktivistin hatten zuvor gewarnt, Mohammadi könne in Haft sterben. Sie gehen davon aus, dass Mohammadi in den vergangenen Wochen zwei Herzinfarkte erlitten hat. Am Donnerstag hatte das US-Außenministerium Teheran aufgefordert, Mohammadi „jetzt freizulassen und ihr die Behandlung zukommen zu lassen, die sie braucht“.
