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Chaos beim deutschen WM-Gegner Curaçao! Nur wenige Tage nach dem klaren Bekenntnis zu Nationaltrainer Fred Rutten (63) gibt es beim WM-Neuling die Wende. Nach anhaltendem Druck von Spielern und Sponsoren trat der 63-Jährige am Montagabend mit sofortiger Wirkung zurück – nach nur zwei Spielen. Offiziell spricht der Verband von einer einvernehmlichen Trennung, doch hinter den Kulissen brodelte es gewaltig.
Rutten selbst deutet die Spannungen in der offiziellen Verbandsmitteilung an: „Es darf kein Klima entstehen, das gesunde professionelle Beziehungen innerhalb der Mannschaft und des Trainerteams untergräbt. Daher ist es ratsam, zurückzutreten.“
Der Grund für das Chaos: Die Mannschaft wollte ihren Erfolgstrainer Dick Advocaat (78) unbedingt zurück! Unter dem erfahrenen Holländer hatte sich Curaçao sensationell erstmals für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Nach seinem Rücktritt wegen einer Erkrankung seiner Tochter war die Hoffnung auf eine Rückkehr nie ganz verschwunden.

Curaçao-Erfolgstrainer Dick Advocaat (78) soll an die Seitenlinie zurückkehren
Foto: Getty Images
Auch Sponsoren sollen sich hinter den Wunsch der Spieler gestellt haben. Am Samstag wurde bekannt, dass die türkische Fluggesellschaft Corendon ihr Engagement nach der WM beenden wird. Wie der holländische Sender „NOS“ berichtet, soll Airline-Chef Atilay Uslu (58) großer Fan Advocaats und unzufrieden mit der Entscheidung zugunsten von Rutten sein.
Der Druck auf den Verband wuchs täglich. Noch vor wenigen Tagen hatte Verbandspräsident Gilbert Martina öffentlich betont, dass Rutten das Team bei der WM betreuen werde. Diese Aussage ist nun hinfällig. Alles deutet jetzt auf ein spektakuläres Comeback hin: Für Dienstag hat der Verband eine Pressekonferenz angekündigt. Holländische Medien sind sich sicher – dort wird Advocaat als neuer, alter Nationaltrainer vorgestellt. Eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus.
Für Advocaat wäre es ein historischer Auftritt. Mit 78 Jahren würde er zum ältesten Trainer der WM-Geschichte werden und Otto Rehhagel (87/trainierte 2010 mit 72 Jahren Griechenland) ablösen. Schon jetzt hat er Geschichte geschrieben, indem er den krassen Außenseiter überhaupt erst zur Endrunde geführt hat.
Für Deutschland bedeutet das: Der erste Gegner bei der WM ist plötzlich wieder anders einzuschätzen. Am 14. Juni trifft das DFB-Team auf Curaçao – dann womöglich wieder mit dem Architekten des Erfolgs an der Seitenlinie.