Der 23. Mai hat in der Bundesrepublik eine besondere Bedeutung, denn an diesem Tag im Jahr 1949 wurde das deutsche Grundgesetz verkündet. Somit stellt dieses Datum auch die Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland dar. Die Bürgerstiftung Wülfrath widmet diesem besonderen Datum ihr Schwerpunktjahr 2026, um in Zeiten, in denen es die Demokratie nicht einfach hat, der Demokratie mehr Raum und Gehör zu schaffen. Rund um die Geburtsstunde des Grundgesetzes soll deshalb in diesem Jahr in Wülfrath gleich eine ganze Geburtstagswoche mit verschiedenen Aktionen gefeiert werden.

Wie fühlt sich Demokratie im Alltag an? Genau dieser Frage widmet sich die Festwoche rund um den Ehrentag am 23. Mai in Wülfrath. „Gemeinsam haben die Bürgerstiftung Wülfrath, die Stadt Wülfrath, der Zeittunnel Wülfrath, der Bürgerverein Wülfrath und der Wülf-Rat ein Programm auf die Beine gestellt, das Geschichte, Begegnung und gesellschaftliche Themen auf besondere Weise miteinander verbindet“, erklärt die Bürgerstiftung in ihrer Ankündigung.

Entstanden sei eine abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe für Menschen jeden Alters – mit Stadtführungen, kreativen Formaten, Gesprächen und Mitmachaktionen. „Die Organisatoren wollen zeigen: Demokratie lebt von Begegnung, Austausch und gemeinsamen Erlebnissen“, betonen die Verantwortlichen.

Die Festwoche für das Grundgesetz beginnt bereits am kommenden Samstag, 16. Mai. Der Auftakt verspreche besondere Einblicke in die Stadt. Möglich macht das zum Beispiel um 10.30 Uhr eine familienfreundliche Stadtführung, „die Wülfrath aus neuen Perspektiven zeigt und besonders Familien zum Mitmachen einlädt“, so die Bürgerstiftung, die ergänzt: „Direkt im Anschluss wird es kreativ: Jan Schmidt eröffnet mit einem Poetry-Slam überraschende und persönliche Zugänge zum Thema Demokratie.“

Am Nachmittag folgt um 14 Uhr eine weitere Stadtführung. Dieses Mal wird die Geschichte der Stadt bei einer historischen Stadtführung lebendig. Die Erlebnisführung des Niederbergischen Museums unter der bewährten Leitung von Christa Hoffmann hält spannende Geschichten aus der Vergangenheit Wülfraths bereit. Unter der Überschrift „Der Herzog kommt“ wird das bunte Treiben in dem kleinen Dorf im 16. Jahrhundert rund um den Kirchplatz wieder lebendig. Gleichzeitig feiert der Trägerverein des Museums sein 20-jähriges Bestehen. Nach der Führung sind die Gäste deshalb zu einem gemeinsamen Kaffeetrinken im Museum eingeladen – eine Gelegenheit für Gespräche, Erinnerungen und Begegnungen.

Ein weiterer Höhepunkt erwartet die Besucherinnen und Besucher am 22. Mai auf dem Heumarkt. Dort lädt das Jugendgremium der Stadt, der Wülf-Rat, zu einer besonderen Geburtstagsfeier für das Grundgesetz ein. Bei Kuchen, Gesprächen und Aktionen soll gemeinsam gefeiert werden, was Demokratie im täglichen Leben bedeutet.

Der eigentliche Ehrentag am 23. Mai beginnt um 10 Uhr mit einer Stadtführung unter dem Titel „Frauenbilder“. Dabei geht es um historische Rollenbilder, gesellschaftliche Veränderungen und die Frage, wie sich das Bild von Frauen im Laufe der Zeit gewandelt hat. Die Stadtführungen sind alle kostenfrei. Treffpunkt ist jeweils die Bronzeskulptur „Wolf und Hirte“ vor der Kreissparkasse am Diek.

Im Anschluss verwandelt sich am 23. Mai der Zeittunnel Wülfrath am Hammerstein von 11 bis 17 Uhr in einen „Markt der Möglichkeiten“. Vereine, Initiativen und Organisationen präsentieren dort ihre Arbeit, laden zum Austausch ein und zeigen, wie vielfältig Engagement in der Stadt ist. „Besucherinnen und Besucher können neue Projekte kennenlernen, Kontakte knüpfen und entdecken, wie lebendig gesellschaftliches Miteinander vor Ort sein kann“, erklärt die Bürgerstiftung.

Die Veranstalter laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, Teil dieser besonderen Woche zu werden und „gemeinsam ein Zeichen für Zusammenhalt, Engagement und demokratische Werte zu setzen“.