Eine Bahn steht während eines Warnstreiks in Hannover im Depot.

AUDIO: Niedersachsen: Warnstreik im Nahverkehr möglich (1 Min)

Stand: 11.05.2026 21:47 Uhr

Die Fronten bleiben verhärtet: Auch am Montag ist in Niedersachsen eine Einigung im Tarifstreit beim kommunalen Nahverkehr ausgeblieben. Das könnte wieder zu Warnstreiks führen.

Es war bereits die vierte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis. Die Gewerkschaft ver.di kündigte nun an, den Druck vor der kommenden Verhandlungsrunde am 1. Juni noch einmal „deutlich“ zu erhöhen. Entsprechende Reaktionen würden geprüft, heißt es. Sollte es zu Warnstreiks kommen, wolle man diese rechtzeitig ankündigen.

Arbeitgeberverband: „Geld nicht vorhanden“

Seit Mitte Februar laufen die Tarifverhandlungen im Land. Ver.di fordert etwa Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit sowie mehr Urlaubstage. Der Kommunale Arbeitgeberverband Niedersachsen (KAV) verweist dagegen auf finanzielle Engpässe. „In den zehn Unternehmen in Niedersachsen, die den Tarifvertrag TV-N anwenden, ist das Geld für eine Arbeitszeitverkürzung nicht vorhanden“, wird Michael Bosse-Arbogast, Hauptgeschäftsführer des KAV Niedersachsen, in einer Mitteilung zitiert.

Warnstreik bereits im April

Bereits im April hatte die Gewerkschaft für zwei Tage zum Ausstand in mehreren Städten aufgerufen – betroffen waren etwa Bus- und Stadtbahn-Verkehr in Hannover und Braunschweig. Auch in Osnabrück, Göttingen und weiteren Städten fielen Busse aus. Betroffen war von den Warnstreiks auch die Hannover Messe.

Autos stehen auf dem Messeschnellweg im Stau.

In zehn Städten gab es am Montag und Dienstag Einschränkungen im ÖPNV. In Hannover fand eine zentrale Demonstration statt.

Demonstrierende stehen auf einer Kundgebung in Hannover.

Ver.di zeigt sich zufrieden. Am Mittwoch startet die dritte Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder.