Duisburg hat am vergangenen Sonntag einmal mehr bewiesen, warum das Rennen im Revier zu den Highlights im Laufkalender gehört. Bei der 43. Auflage des Rhein-Ruhr-Marathons fielen nicht nur sportliche Bestleistungen, sondern auch eine historische Marke bei den Anmeldezahlen. Insgesamt 9.651 Athletinnen und Athleten verwandelten die Stadt in eine riesige Laufarena und sorgten für ein Meldeergebnis, das die Organisatoren vom Stadtsportbund und dem LC Duisburg jubeln ließ.

Der krönende Abschluss fand wie gewohnt in der Duisburger schauinsland-reisen-Arena statt, wo die Läufer unter dem Jubel der rund 50.000 Zuschauer empfangen wurden. Im Marathon der Männer feierte ein Debütant den ganz großen Coup: Der 23-jährige Bochumer Elias Kroll löste sich nach rund 30 Kilometern von der Konkurrenz und stürmte in einer persönlichen Bestzeit von 2:28:06 Stunden zum Sieg. Bei den Frauen gab es hingegen ein gewohntes Bild an der Spitze. Katharina Wehr vom ASV Duisburg dominierte das Rennen und sicherte sich in 2:50:29 Stunden bereits ihren vierten Titel beim Heimspiel, womit sie endgültig in die Riege der Rekordsiegerinnen aufsteigt. Darüber hinaus landeten Max Komes (2:30:32 Stunden) und Jan Neuens (2:30:42 Stunden) sowie Doris Kluge-Schöpp (2:54:24 Stunden) und Annika Blaskowski (2:55:53 Stunden) auf dem Marathonpodest.

Duisburger Zieleinlauf-Weltrekord

Neben den sportlichen Höchstleistungen sorgte ein ganz besonderer Zieleinlauf für weltweites Aufsehen. Extremsportler Joey Kelly erreichte gemeinsam mit Läufern aus 41 verschiedenen Nationen das Ziel. Diese bunte Gruppe holte damit den offiziellen Weltrekord für die meisten Nationalitäten beim gemeinsamen Zieleinlauf und setzte ein starkes Zeichen für die Internationalität des Sports in Duisburg. Dass die Strecke im Ruhrgebiet zu den schnellsten des Landes gehört, bestätigte auch Simon Bong. Der Hamburger siegte bereits zum dritten Mal über die Halbmarathondistanz in starken 1:08:48 Stunden, während bei den Frauen Milla Primke aus Dortmund nach 1:22:25 Stunden als Erste das Zielband durchlief.

Auch abseits der Laufschuhe wurde Tempo gemacht: Alexander Bastidas Rodriguez sicherte sich bereits zum fünften Mal den Sieg im Inliner-Rennen. Dank des reibungslosen Ablaufs und der Unterstützung von über 2.000 Helfern ziehen die Veranstalter eine durchweg positive Bilanz. Nach diesem Rekordjahr ist das nächste Ziel bereits fest im Visier. Im Mai 2027 soll beim 44. Rhein-Ruhr-Marathon die magische Schallmauer von 10.000 Teilnehmenden endgültig durchbrochen werden.