
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Virginia Mayo)
Dort treffen sich heute die Außenminister und -ministerinnen der EU, um unter anderem über den russischen Angriffskrieg und die Verteidigung der Ukraine zu beraten. Kallas argumentierte, Schröder habe in der Vergangenheit Lobbyarbeit für russische Staatskonzerne betrieben und säße damit als Vermittler „an beiden Seiten des Verhandlungstisches“. Die Außenbeauftragte erklärte, erstmal müssten die Europäer untereinander diskutieren, worüber sie mit der russischen Seite sprechen wollten. Dies werde Ende Mai in Schweden geschehen.
Putin hatte in Moskau gesagt, er denke, die Ukraine-„Angelegenheit“ neige sich dem Ende zu. Er könne sich auf europäischer Seite Altkanzler Schröder als Vermittler vorstellen.
Der ukrainische Journalist Jurij Durkot bezeichnete den Vorstoß im Deutschlandfunk als ”Finte”. Putin wolle damit Verhandlungsbereitschaft vortäuschen, aber auch provozieren. Der russische Präsident wisse, dass sein Vorschlag für die Ukraine nicht akzeptabel sei. Die Bundesregierung hatte den Vorstoß Putins als „Scheinangebot“ bezeichnet.
Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.