Die US-Regierung hat Sanktionen wegen des mutmaßlichen Transports von iranischem Öl nach China verhängt. Betroffen sind drei Personen und neun Unternehmen, darunter Firmen mit Sitz in Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Die US-Regierung warf der iranischen Revolutionsgarde vor, die Ölexporte nach China über »Scheinfirmen« zu verschleiern und die Einnahmen an die iranische Führung umzuleiten.
Mit den Sanktionen werden Vermögenswerte der Betroffenen in den USA eingefroren. Zudem werden Geschäfte zwischen ihnen und in den USA ansässigen Unternehmen sowie Privatpersonen untersagt. US-Finanzminister Scott Bessent teilte mit, die USA würden den Druck auf den Iran weiter erhöhen, um der iranischen Regierung und dem Militär die Mittel für Waffen, ihr Atomprogramm oder die Unterstützung von Stellvertretern in der Region zu entziehen.
Der Schritt folgt auf Sanktionen, die vergangene Woche gegen Personen und Unternehmen verhängt wurden, die den Iran beim Kauf von Waffen und Komponenten für die Herstellung von Drohnen und ballistischen Raketen unterstützen. Auch mehrere chinesische Unternehmen sind davon betroffen.
Trump will am Mittwoch nach China reisen
Die neuen Strafmaßnahmen wurden kurz vor einer Reise von US-Präsident Donald Trump nach China bekannt gegeben. Trump wird an diesem Mittwoch in Peking erwartet, am Donnerstag und Freitag sind Gespräche mit Staatschef Xi Jinping geplant. Dabei geht es unter anderem um Handelspolitik sowie den Iran.
Der Irankrieg belastet das Verhältnis der beiden Länder. China hat bereits zweimal mit Russland im UN-Sicherheitsrat eine gemeinsame Resolution zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus blockiert. Außerdem ist China ein wichtiger Abnehmer von iranischem Öl.
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USA, China und Iran
Irankrieg:
Chinas Freund ist: China
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
Globales Krisenszenario:
„Wir sollten uns mental auf die Katastrophe vorbereiten“
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
Straße von Hormus:
“Aha, das war ein Schattentanker”