Es gibt viele gute Gründe, die gegen den Wunsch des russischen Präsidenten Wladimir Putin sprechen, Gerhard Schröder (SPD) in die Friedensverhandlungen für die Ukraine einzubinden. Mangelnde Erfolgsaussichten sind es allerdings nicht. Viel weniger als die Gesandten des US-Präsidenten Donald Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner, kann auch der Altbundeskanzler und spätere Gazprom-Manager in Moskau nicht erreichen.

Seit mehr als einem Jahr versuchen sich die beiden Geschäftsmänner schon als Diplomaten. Zählbare Ergebnisse lassen auf sich warten. Zudem sind die Emissäre derzeit im Persischen Golf beschäftigt, um dort notdürftig die Schäden zu beseitigen, die Trump und Netanjahu durch ihren dilettantischen Versuch, einen Regimewechsel im Iran herbeizubomben, angerichtet haben.

Insofern spricht einiges dafür, wenn sich nun erstmals nach viereinhalb Jahren Europa ernsthaft in die Verhandlungen einschaltet und die Fäden in die Hand nimmt. Auch wenn klar sein muss, dass hinter den diplomatischen Nebelkerzen, die Putin am Wochenende in Moskau gezündet hat, bei näherer Betrachtung nur wieder die bekannten russischen Maximalforderungen stecken.

Schröder kann als Privatmann mit Putin reden.

Wer allerdings für die Europäer bei etwaigen Verhandlungen am Tisch sitzen könnte, ist noch ungewiss. Klar ist nur: Gerhard Schröder wird es nicht sein. Der stand zu lange auf der Gehaltsliste Russlands, um von der Ukraine oder von der Europäischen Union als Verhandler akzeptiert zu werden. Das weiß Schröder wohl auch selbst. Nicht umsonst hat sein Büro alle Anfragen konsequent ignoriert.

Wenn Schröder will, steht es ihm allerdings völlig frei, als Privatmann auf seinen alten Freund Wladimir einzuwirken und ihn von einer Waffenruhe zu überzeugen. Diese Zeit könnte dann dazu genutzt werden, um im ersten Schritt einen anhaltenden Waffenstillstand zu vereinbaren. Ein dauerhafter Friedensvertrag jedoch, wie ihn Putin fordert, ist derzeit kaum realistisch – zumindest nicht unter Bedingungen, die für die Ukraine zu tolerieren sind.

Bleibt die Frage, wer denn für Europa überhaupt in solche Verhandlungen gehen könnte? Da bringen wohl nur Vertreter der E3, also England, Deutschland und Frankreich, genügend politisches Gewicht auf die Waage, um dem russischen Präsidenten ernsthaft etwas entgegenzusetzen.

Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.

→ Mehr Infos

Zur Startseite