Fünf Tage Musik, Begegnung und Erdbeerbowle: Das Kranzplatzfest verwandelt Wiesbaden wieder in eine lebendige Bühne voller Geschichten.

Wiesbaden kann vieles. Kur, Kultur, Kaviarhäppchen. Aber wenn es im Mai um ausgelassenes Feiern geht, zieht es alle dorthin, wo es ein bisschen enger wird, ein bisschen lauter – und vor allem: ein bisschen echter. Das Kranzplatzfest startet am Mittwoch und bringt genau das zurück, was eine Stadt lebendig macht: Menschen, Musik und Momente.

Kranzplatzfest, kurz gefasst

Öffnungszeiten
Mittwoch: 17–01 Uhr
Donnerstag: 12–01 Uhr
Freitag: 15–01 Uhr
Samstag: 12–01 Uhr
Sonntag: 12–22 Uhr

Von Mittwoch, 13. Mai, bis Sonntag, 17. Mai, verwandelt sich der Kranzplatz rund um den Kochbrunnen in eine vibrierende Party-Meile. Zwei Bühnen, knapp 20 Bands – und irgendwo dazwischen: alte Bekannte, neue Gesichter und dieses Gefühl, das man nicht googeln kann. Auf dem Platz spielt nicht nur Musik. Hier spielen Erinnerungen. Hier tanzen nicht nur Füße. Hier tanzt die Stadt.

Live statt leise: Wenn Beats Begegnung schaffen

Ob Urban Club Band, Capones, Wohnzimmer Allstars oder der sonntägliche Ausklang mit Mallet – das Programm liefert den Soundtrack für fünf Tage Ausnahmezustand. DJs treffen auf Bands, Funk küsst Pop, Rock schiebt Elektro an. Und plötzlich steht man da, mit einem Getränk in der Hand, hört einen Song, den man längst vergessen hatte – und merkt: Ach, deshalb.

Der Geschmack des Festes

Wer feiert, muss essen. Wer tanzt, braucht Energie. Das Kranzplatzfest liefert beides – und zwar ohne Allüren. Rund 18 Getränkestände schenken aus, was das Herz begehrt: Bier, Wein, Sekt, Cocktails – und natürlich die legendäre Erdbeerbowle. Dazu kommen fünf Speisestände, die von klassischer Bratwurst bis zu asiatischen und libanesischen Spezialitäten reichen.

Neu im Programm: Erdbeer-Spieße. Mit Nutella. Mit Eierlikör. Mit allem, was gute Vorsätze sofort vergessen lässt.

Mehr als ein Fest: Ein Wiedersehen

Das Besondere am Kranzplatzfest? Es ist kein Event. Es ist ein Ritual. Von überall komme sie her, Ex-Wiesbadener, die ihre Heimat besuchen und Freunde treffen. Aus anderen Städten. Aus anderen Ländern. Manche kommen jedes Jahr. Andere entdecken es neu. Aber alle teilen diesen Moment, wenn man sich zufällig begegnet und sagt: „Dich gibt’s ja auch noch.“

Nicht zu groß. Nicht zu klein. Einfach genau richtig.

Feiern – und sichern, was bleibt

So leicht das Kranzplatzfest wirkt, so schwer wiegt inzwischen seine Finanzierung. Hinter den fünf Tagen Musik und Begegnung steckt viel Organisation – und ein wachsender Berg an Kosten. Für Sicherheit, Technik, Bühne, GEMA und Reinigung greift der Verein tief in die Tasche, während sich langjährige Sponsoren zunehmend zurückhalten.

Deshalb bitten die Veranstalter um Unterstützung: 25.000 Euro sollen zusammenkommen, damit das Kranzplatzfest auch in Zukunft das bleibt, was es heute ist – ein offenes, lebendiges Stück Wiesbaden. Wer kann, spendet. Wer gerade nicht flüssig ist, teilt die Idee. Jeder Beitrag hilft – groß oder klein.

Programm beim Kranzplatzfest

Archivfoto oben ©2025 Volker Watschounek

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Die Internetseite vom Kranzplatzes finden Sie unter www.kranzplatzfest-wiesbaden.de.