Stille statt Torjubel: Wer den beliebten Bolzplatz im Herzen des Stadtparks von Halle (Saale) betreten möchte, steht vor verschlossenen Gittern und Bauzäunen. Seit dem gestrigen Montag ist das Areal versperrt. Die Entscheidung der Stadtverwaltung ist laut offiziellen Angaben unumgänglich: Der Zustand des Sportbodens stellt eine unmittelbare Gefahr für die Nutzerinnen und Nutzer dar.
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Die optischen Mängel sind für Passanten deutlich sichtbar: Tiefe Risse ziehen sich quer über die Spielfläche, an vielen Stellen hat sich der Kunstrasen bereits komplett gelöst. Besonders im Bereich der Mittellinie und im Torraum ist das Material so weit abgetragen, dass gefährliche Stolperunfallen kaum noch zu vermeiden waren. „Nach zahlreichen Ausbesserungen in der Vergangenheit ist eine Reparatur nun schlichtweg nicht mehr möglich“, erklärt die Stadtverwaltung den aktuellen Schritt.
„Sicherheit hat oberste Priorität“
Die Diagnose für die Freizeitanlage ist ernüchternd: Eine bloße Schadensbegrenzung durch punktuelles Flicken wäre laut Experten verantwortungslos. Stattdessen muss die gesamte Spielfläche einschließlich des Unterbaus grundlegend erneuert werden. Nur so könne langfristig eine ebene und belastbare Fläche garantiert werden.
Dies bedeutet jedoch ein größeres Bauprojekt, das nun erst einmal die Mühlen der Bürokratie durchlaufen muss. Bevor die Bagger anrollen können, müssen die Arbeiten im Rahmen eines formalen Vergabeverfahrens öffentlich ausgeschrieben werden.
Warten auf die Haushaltsmittel
Wann genau mit dem Baubeginn zu rechnen ist, bleibt jedoch unklar. Die größte Hürde ist derzeit die Finanzierung: Das Ausschreibungsverfahren kann erst eingeleitet werden, wenn die entsprechenden Haushaltsmittel durch die Stadt freigegeben wurden. In Zeiten knapper Kassen bedeutet dies für die Fußballbegeisterten im Quartier vor allem eines: Geduld.
Bis zur endgültigen Sanierung bleibt der Platz eine eingezäunte Sperrzone im Grünen. Die Stadt bittet um Verständnis, dass der Schutz vor Verletzungen in diesem Fall Vorrang vor dem Spielvergnügen hat.
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