Frankreich kämpft laut einem Bericht des Senders RTL über ukrainische Militärs indirekt gegen die Militärjunta in Mali und deren russische Verbündete. Einheiten des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR operierten im Land in Abstimmung mit den Tuareg-Rebellen, schreibt der Sender unter Berufung auf eine französische Sicherheitsquelle: «Frankreich stützt sich namentlich auf zahlreiche französischsprachige ukrainische Militärs, die durch die Fremdenlegion gegangen sind.»

Jerome Delay/AP/Keystone

Französische Soldaten der Operation Barkhane verlassen ihre Basis in Gao, Mali (Symbolbild)

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Offiziell sind die französischen Streitkräfte nicht mehr in Mali stationiert, seit die Junta in Bamako sie des Landes verwiesen hat. Die Tuareg-Unabhängigkeitskämpfer wollen die Machthaber schwächen, Paris und Kiew die russischen Söldner der ehemaligen Wagner-Gruppe, heute «Afrika Corps» genannt. Diese hatten massgeblich am Rückzug Frankreichs aus dem Sahel mitgewirkt. Vor zwei Wochen begannen die Tuareg eine Offensive auf mehrere Städte – verbündet mit Dschihadisten. Ende April fiel Kidal an die Aufständischen.

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Der ukrainische Geheimdienst hatte Paris laut RTL bereits Anfang 2025 einen detaillierten Plan zur Destabilisierung der Sahel-Juntas vorgelegt. Damals lehnte Frankreich aus Sicherheitsgründen ab. Inzwischen sei der Riegel gefallen. Das französische Verteidigungsministerium äusserte sich auf Anfrage ausweichend: Die ukrainischen Soldaten hätten die Fremdenlegion verlassen, um ihrem Land zu dienen – mehr wolle man nicht kommentieren.