Museen sind wichtige Orte der Begegnung und der Kommunikation. Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Kornwestheimer Museum im Kleihues-Bau am 17. Mai am Internationalen Museumstag. Er steht unter dem Motto „Museums uniting a divided world“. Im Kleihues wird zum Beispiel von 14 bis 17 Uhr eine offene Bastelaktion für Kinder angeboten – ohne Anmeldung und bei freiem Eintritt. Um 15 Uhr findet eine öffentliche Führung durch das Kleinhues statt. Hier gilt ebenfalls: man darf einfach vorbeikommen.
Museen als Orte des Dialogs
Um 16 Uhr heißt es dann „Artist Talk“: in der Sonderausstellung „Marion Eichmann – Paper Code“ treffen die Museumsleiterin Saskia Dams und die Wahl-Berlinerin aufeinander und werden im Gespräch miteinander ausloten, was Marion Eichmann zu ihren aufwändigen Papierarbeiten antreibt. Auch hier darf man spontan vorbeischauen und muss kein Eintrittspreis entrichten.
So sah Kornwestheim einst aus – eine Postkarte mit dem Gasthof Löwen Foto: z
Der Internationale Tag des Museums ist deshalb eingerichtet worden, um Orte des Dialogs und der Begegnung zu würdigen. Museen bauen Brücken zwischen Kulturen, Generationen und Lebensrealitäten und fördern ein respektvolles Miteinander. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zu mehr Austausch, Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt. So sieht es auch der Verein für Geschichte und Heimatpflege: Der Vortrag „So schön ist Kornwestheim! Typische Ortsansichten zwischen Kitsch und Kunst“ ist an diesem Tag, Teil des Begleitprogramms der Ausstellung„Stadt – Land – Sehnsucht“. „Unser Verein trägt den Begriff der ,Heimat‘ nicht ohne Grund im Namen, denn die Geschichte seines Lebensortes zu kennen, sich damit zu identifizieren und Heimat zu pflegen beziehungsweise Heimat zu finden, ist ein wesentliches Anliegen unseres Vereins“, so Kappel.
Heimat bezeichnet den Ort oder die Region, in der ein Mensch geboren und aufgewachsen ist, oder sich durch ständigen Aufenthalt zu Hause fühlt. Es ist eine emotionale Verbindung, die Geborgenheit, Vertrautheit und Identität stiftet. Sie wird heute oft subjektiv als Ort der Zugehörigkeit, Familie oder Erinnerung definiert. „Lassen Sie sich in die Welt Kornwestheimer Ansichten entführen, die Ausdruck sind von Identifikation mit Kornwestheim als attraktivem Lebensort, ausgehend von ersten Kornwestheimer Ansichtskarten um 1900, über Arbeiten von Künstlern, die Kornwestheimer Motive ins Visier genommen haben, bis hin zu Dekorations- und Gebrauchsgegenständen, die sich zwischen Kitsch und Kunst bewegen.“
Es ist interessant, welche Bildmotive von Kornwestheim aus zu unterschiedlichen Zeiten in die Welt geschickt wurden und was aus Sicht der Künstler den Stellenwert erhielt im Kunstwerk festgehalten zu werden. Man trifft sich am Sonntag, 17. Mai, zum Vortrag im Museum im Kleihues-Bau im Galerieversammlungssaal, in der Stuttgarter Straße 93, und zwar um 14 Uhr. Auch für diesen Vortrag muss man sich nicht anmelden und muss auch keinen Eintritt bezahlen.
red/pm