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Der ESC zwischen Musik und Politik! Sängerin Katja Ebstein (81) hat in „Hart aber fair“ eine mutige Ansage zum Boykott mehrerer Länder wegen der Teilnahme Israels gemacht: „Wir sind in sehr prekären Situationen, weltweit, und wir wissen, wo das schon mal geendet hat“, warnte sie. „Es ist einfach eine fürchterliche Lage, und ich würde gerne diesen Wettbewerb, oder diese Mini-Olympiade, dieses musikalische Ereignis, erhalten. Und wenn man dagegen wettert oder es kaputtmachen will, dann würde ich dafür kämpfen, dass er erhalten bleibt!“

Talkmaster Louis Klamroth (36) fragte: „Bringt der ESC Europa zusammen?“ Ebstein (drei Mal dabei, immer unter den ersten Drei) antwortete: „In gewisser Weise: Ja. Wenn man zusammen singt, dann schießt man nicht aufeinander.“

Ebstein verurteilt Oktober-Massaker

Zum ESC-Boykott von fünf Ländern sagte sie emotionaler: „Ich bin sehr gespalten. Mit zwölf Jahren haben wir von Alain Resnais den Film ‚Bei Nacht und Nebel‘ (Doku über den Holocaust, d. Red.) gesehen und waren vollkommen geflasht, was Menschen mit Menschen machen.“

Die Gäste diskutierten zum Thema „Mehr als Musik: Wie politisch ist der ESC?“

Die Gäste diskutierten zum Thema „Mehr als Musik: Wie politisch ist der ESC?“

Foto: ARD

Das Massaker der Terroristen aus Gaza vom 7. Oktober 2023 mit mehr als 1200 Toten verurteilte Ebstein scharf: „Das, was da an Grauenhaftem passiert ist in dem Überfall auf Israel durch die Hamas, das hat ausgerechnet Menschen getroffen, die den Palästinensern immer helfen wollten. Und die wurden da umgebracht bei diesem schrecklichen Vorfall!“

Die Sängerin über die Folgen: „Die irrsinnige Gewaltspirale, die daraus wächst, ist jetzt so weit, dass man sich fragt: Wenn sie die Hamas nicht finden in ihren 40 Meter tiefen Gängen, dann kann man nicht Kinder, Alte, das ganze Volk bestrafen.“

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Bayerns Vize-MP Hubert Aiwanger (55, Freie Wähler) forderte klare Kante: „Wir sollten die Kunst möglichst freihalten von politischer Beeinflussung und nicht sagen: Hat der Sänger die richtige Haltung?“

Klamroth erinnerte an den Ausschluss Russland seit 2022. Doch da protestierte die EU-Abgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann (68, FDP) heftig: „Ich verwehre mich, dass Israel und Russland hier gleich bewertet werden! Das ist ein großer Unterschied. Ich finde den Vergleich nicht statthaft!“