(12.05.2026) Ende April 2026 wurde durch den Stadtrat der Stadt Halle (Saale) der Beschluss zur Kommunalen Wärmeplanung (KWP) gefasst. Der Einstieg in die Umsetzung erfolgte bereits einen Tag nach dem Beschluss mit dem Start des Großprojekts „Großwärmepumpe Kläranlage Halle-Nord”. Umfassende Planungsleistungen zur Nutzung von Abwasserwärme übernimmt die Sweco GmbH.
Der Startschuss des Großprojektes „Großwärmepumpe Kläranlage Halle-Nord” erfolgte im Rahmen einer Pressekonferenz am 30. April. Zu sehen sind Jochen Gebel (EAG – Energieanlagen Greifswald) und Olaf Schneider (Geschäftsführer EVH) (v. l.) (Foto: Stadtwerke Halle GmbH)
Vom Plan zur Praxis: Wärmewende in Halle
Von der Projektplanung geht es nun in die konkrete Umsetzung der Wärmewende. Die Großwärmepumpe an der Kläranlage Halle-Nord soll künftig Wärme aus gereinigtem Abwasser gewinnen und ins Fernwärmenetz einspeisen.
„Die Anlage verbindet nachhaltige Energiegewinnung mit wirksamer CO₂-Reduktion und einer effizienten Nutzung vorhandener Ressourcen und ist somit ein wichtiger Schritt hin zu einer klimafreundlichen und zukunftssicheren Energieversorgung”, betont Julia Mella, Projektingenieurin Energie bei Sweco, die Vorteile des Vorhabens.
Pionieranlage mit natürlichem Kältemittel
Die geplante Anlage wird als erste Abwasser-Großwärmepumpe Deutschlands auf Basis eines natürlichen Kältemittels (Isobutan) gebaut. Im Betrieb wird gereinigtes Abwasser auf ein niedrigeres Temperaturniveau abgekühlt. Die dabei entzogene Wärme wird anschließend mithilfe von Strom auf ein fernwärmetaugliches Niveau angehoben.
Durch den Einsatz einer Großwärmepumpe kann der Einsatz fossiler Energieträger reduziert werden. Jährlich lässt sich so eine potenzielle Einsparung von etwa 16.000 Tonnen CO₂ erreichen. Für Halle bedeutet das einen Dekarbonisierungsanteil der Fernwärme von bis zu 20 %.
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