Für sein neues Ausstellungsprojekt „Heimat 2.0“ erhält das Wupper-Theater eine Förderung über 9000 Euro der NRW-Stiftung. Vertreterinnen und Vertreter beider Seiten feierten diesen Anlass am Freitagnachmittag mit einer symbolischen Übergabe des Förderschecks an der Alten Feuerwache.
Das 1991 gegründete freie Wupper-Theater produziert interkulturelle Theaterstücke für Kinder und Erwachsene, bietet Workshops und inklusive Projekte an. Das Ausstellungsprojekt „Heimat 2.0“ soll Porträts von aktuellen Geflüchteten und deutschen Geflüchteten nach dem Zweiten Weltkrieg einander gegenüberstellen. Die zentrale Frage, die sie beantworten, lautet: Was bedeutet Heimat? Ihre ganzen Geschichten sollen digital abrufbar sein – und zusätzlich auch auf Postkarten zu lesen. „Gesprächsinseln“ inmitten der Ausstellung sollen zur Diskussion anregen.
Peter und Ulrike Tscharntke, ehrenamtliche Regionalbotschafter für die NRW-Stiftung, überreichten den Scheck an Heike Beutel, Leiterin des Wupper-Theaters. Die Ausstellung eigne sich auch für öffentliche Plätze und vor allem Schulen – „dort ist der Austausch über das Thema sehr wichtig“, erklärten Beutel und Tscharntke.
Die ersten Gesprächspartner, fünf ältere Zeitzeugen, die die Flucht nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland als Kinder erlebten, haben bereits zugesagt. Weitere Gesprächspartner werden gesucht und gebeten, sich per Mail bei Marcia Golgowsky zu melden ([email protected]).
Geplant ist, mit etwa zehn Menschen zu sprechen, die als Kind zum Ende des Zweiten Weltkriegs geflohen sind, und mit zehn Menschen, die im Kindesalter in den vergangenen Jahren vor Krieg fliehen mussten.
Peter und Ulrike Tscharntke freuen sich auf die Ausstellung – genauso, wie Heike Beutel und das Theaterteam über ihren Besuch und die Förderung.