Liebe Leserin, lieber Leser,

Was wird heute wichtig? Hier sind die Termine des Tages:

• Mindestens acht Jugendliche sollen in Fürstenwalde/Spree im April zwei Mädchen sexuell missbraucht haben. Im Brandenburger Landtag in Potsdam kommen darum am Dienstag die Ausschüsse für Bildung und Inneres zu einer Sondersitzung zusammen. (8.30 Uhr)
• In Berlin demonstrieren Beschäftigte des Automobil-Entwicklungsdienstleisters IAV gegen die geplante weitgehende Schließung des Berliner Stammsitzes. Laut IG Metall sind rund 1250 Arbeitsplätze am Standort betroffen (siehe unten). (12.15 Uhr)
• Die Veranstalter stellen auf einer Pressekonferenz das Programm des Karnevals der Kulturen 2026 vor. Das Straßenfest findet vom 22. bis 25. Mai am Blücherplatz statt, der Umzug führt am 24. Mai erneut über die Frankfurter Allee und Karl-Marx-Allee. (13.30 Uhr)

Neues aus Berlin

Der Ausbruch des Hanta-Virus auf einem Kreuzfahrtschiff verursacht bei manchen ein Déjà-vu: Rollt da die nächste Pandemie auf uns zu, fragen sich nicht wenige. Manche ängstlich. Andere sicherer: Nein!

Dennoch mutet es etwas merkwürdig an, wenn eine Kontaktperson, die ursprünglich an die Berliner Charité zur Isolation und Diagnose gebracht wurde, dann doch nach Hause entlassen wird. Dort soll sie ihre Quarantäne-Zeit verbringen. 45 Tage lang, selbst dann wenn keine Symptome vorliegen, berichtet Alexander Rothe. Er beantwortet in seinem Stück die wichtigsten Fragen.

Berlin hat große Expertise, Patienten mit hoch ansteckenden, lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten zu betreuen. In der Sonderisolierstation SIS am Campus Virchow der Charité können bis zu 20 dieser Menschen behandelt werden, ohne dass dies den regulären Krankenhausbetrieb beeinträchtigt. Wir können also darauf setzen, dass die Entscheidungen umsichtig getroffen werden.

Das Gesundheitsamt soll während einer Quarantäne von 45 Tagen engmaschig kontrollieren, dass die Person ihre Unterkunft nicht oder nur aus dringenden Gründen und dann mit Mundschutz verlässt. Ehrlich? Auch an Tag 42 noch, wenn keine Symptome vorliegen? Die Erfahrungen aus der Corona-Zeit lassen daran zweifeln.

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Außerdem wichtig

Die Wirtschaftslage in Berlin verschlechtert sich zusehends, zeigen Daten der Berliner Sparkasse, die unserem Kollegen Helge Denker vorliegen. Schon jetzt liegt die Arbeitslosenquote bei über zehn Prozent. Unternehmen wie der Autozulieferer IVA drohen, ihren Standort zu schließen. Mehr als 1000 Arbeitsplätze sind in Gefahr. Kann der Senat sie noch retten?

Der Bundestag stoppt das Bauprojekt Luisenblock-Ost II im Berliner Regierungsviertel – 600 Millionen Euro sollen so eingespart werden, berichtet Isabell Jürgens. Berlins Bausenator Christian Gaebler zeigt sich überrascht und will nun mit dem Bund verhandeln, ob auf der Spree-Brache stattdessen mehr Wohnungen entstehen können.

A propos gespart: Das Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin bleibt wegen gravierender Mängel geschlossen – einen Zeitplan für die Wiedereröffnung gibt es nicht. Rund 400 Lehrveranstaltungen sind betroffen, für viele davon fehlen schlicht die Ausweichflächen. Wie gravierend die Situation ist, schreibt Nicole Dolif. Für viele Studenten und Studentinnen ist der Zustand übrigens keine Überraschung, haben sie unserem Volontär Sebastian Besau erzählt.

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Und noch etwas in eigener Sache: Wir suchen aktuell 40 Leserinnen und Leser, die Teil des Morgenpost-Laufteams werden wollen. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener – alle werden gemeinsam von einem professionellen Coach auf den Berliner Morgenpost Great 10K im Oktober vorbereitet. Los geht es mit einem Workshop am 6. Juni im Olympiapark. Beim Great 10K können die Mitglieder des Laufteams dann auf einer Distanz ihrer Wahl starten. Für die Bewerbung wollen wir wissen: Warum wollen Sie Teil unseres Laufteams werden? Die Teilnahme ist noch bis zum 17. Mai möglich, online unter: morgenpost.de/laufteam.

Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Dienstag,

Ihre Heike Dietrich

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