Das Modular Festival findet auch 2026 wie geplant statt. Gleichzeitig arbeitet der Stadtjugendring Augsburg bereits an einer Neuausrichtung des Festivals. Für 2027 ist ein Entwicklungsjahr vorgesehen, um neue Formate und langfristig tragfähige Strukturen zu schaffen.

Hintergrund der Veränderungen sind steigende Ausgaben für Sicherheit, Technik, Energie und Personal. Gleichzeitig könnten Ticketpreise nicht unbegrenzt erhöht werden, ohne junge Besucher auszuschließen. Auch die Erwartungen an Festivals hätten sich verändert.

Heidi Hofstetter, Geschäftsführerin des Stadtjugendrings Augsburg, erklärt: „Junge Menschen wollen heute nicht nur Angebote besuchen. Sie wollen mitgestalten, mitreden und erleben, dass ihre Perspektive Wirkung hat. Deshalb ist es richtig, Modular noch stärker als Beteiligungsraum für Jugendliche und damit die nächste Modular-Generation weiterzuentwickeln.“

Auch die ehrenamtliche Vorsitzende Fabienne Kündgen sieht Handlungsbedarf: „Ein Projekt dieser Größenordnung kann dauerhaft nur verantwortungsvoll umgesetzt werden, wenn Auftrag, Finanzierung, Struktur und Fürsorge miteinander im Einklang stehen.“

Modular soll näher zu jungen Menschen kommen

Künftig soll das Festival noch stärker auf Jugendkultur, Ehrenamt und Beteiligung ausgerichtet werden. Geplant sind unter anderem kleinere Formate, Veranstaltungen in Stadtteilen oder neue Beteiligungsangebote.

Oberbürgermeister Florian Freund betont: „Modular ist ein wichtiges Jugendkulturangebot für Augsburg. Gerade deshalb ist es richtig, jetzt gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und nicht nur auf kurzfristige Entwicklungen zu reagieren.“

Auch Bürgermeister Dirk Wurm unterstützt die Neuausrichtung: „Wenn Modular künftig noch gezielter auf junge Menschen und ihre Themen ausgerichtet wird, stärkt das nicht nur ein Festival, sondern die Jugendkultur in der ganzen Stadt.“

Entwicklungsjahr 2027 geplant

Unter dem Motto „Zeit und Raum“ soll das Modular 2027 dezentraler und urbaner werden. Denkbar sind Pop-up-Formate, kleinere Bühnen oder Veranstaltungen direkt in den Stadtteilen. Ziel sei es, Jugendkultur stärker in den Alltag junger Menschen zu bringen.

Fabienne Kündgen betont: „Modular war nie nur Bühne, Gelände und Musikprogramm. Das Modular war, ist und bleibt ein Jugendkulturfestival und ‚Jugend‘ wollen wir wieder großschreiben.“