Seattle Seahawks Defensive Tackle Byron Murphy II12.05.2026 | 0:58 min

Wer den Campus der University of California in Berkeley zu Fuß Richtung San Francisco Bay verlässt, bekommt einen Eindruck von der Bedeutung des Sports in den USA. Für Besucher aus Europa ist es ungewohnt, auf einem Uni-Gelände eine über 60.000 Zuschauer fassende Arena wie das California Memorial Stadium zu sehen – die Heimstätte des California Golden Bears Footballteams.

Überall Sport auf dem Campus

Noch größer wird das Staunen, wenn man kurz darauf an vier weiteren, etwas kleineren Stadien vorbeikommt, in denen Baseball, Basketball, Leichtathletik und Schwimmen zu Hause sind. Komplett ist die Verwunderung, wenn man – angelockt von euphorischen Anfeuerungsrufen – sieht, dass hier selbst Wasserball ein beliebter Publikumssport ist.

In den USA haben Schulen und Universitäten für den Sport die Bedeutung wie bei uns die Vereine. Der Sport ist dort nicht nur Unterrichts- oder Studienfach, sondern durchzieht den kompletten Alltag. Für viele Studierende ist der Sport darüber hinaus über ein Stipendium ihr Weg zur Hochschulbildung.

Die Miami Dolphins Cheerleader in Aktion bei einem NFL American Footbalspiel.

Aus den Showgirls am Spielfeldrand sind längst hochprofessionelle Leistungssportlerinnen geworden. Das Training ist extrem hart. Doch am Ende winkt ein Pokal oder gar ein Uni-Stipendium.

06.10.2023 | 44:20 min

Gehaltsobergrenzen verhindern Langeweile

Umgekehrt führt der Weg zum Profisport hauptsächlich über die Colleges. Seit 2021 ist es erlaubt, dass auch College-Sportler Werbegelder kassieren können. Dadurch ist es auch deutschen Nachwuchsathleten möglich, ein Mehrfaches des Betrags zu verdienen, den sie in Deutschland erhalten würden.

Ex-Basketball-Profi Dirk Nowitzki bedauert, „dass jetzt mit 18 Jahren die ganzen Talente wegrennen“, wie er gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Am College gibt es sehr, sehr gute Programme, die haben sehr viele Ressourcen – die Hallen, die Trainingsmöglichkeiten, die Coaches.

Dirk Nowitzki, ehemaliger NBA-Star

Eine weitere Besonderheit des US-Sports ist das geschlossene System der Profi-Ligen im Football, Basketball, Baseball, Eishockey und Fußball. Auf- und Abstiege gibt es nicht, in die Ligen muss man sich einkaufen.

Das schließt finanzschwache Clubs von vornherein aus. Auf der anderen Seite verhindern das stark regulierte Transfersystem sowie die Gehaltsobergrenzen, bzw. sogenannte „luxury tax“, eine Art Strafsteuer für besonders hohe Gehaltsausgaen, eine dauerhafte Dominanz eines Clubs.

Collage, links Dirk Nowitzki, mittig Manfred Amerell, vorne rechts Christiano Ronaldo

Skandale und Geheimnisse im Spitzensport. Fünf schockierende Fälle beleuchten die dunklen Seiten, die häufig hinter Ruhm und Erfolg versteckt liegen.

26.02.2024 | 44:33 min

Sport und Kommerz – in den USA seit 100 Jahren ein Paar

„Es macht die Liga auf jeden Fall spannender“, sagte der deutsche Fußballer und MLS-Profi Fabian Herbers gegenüber transfermarkt.de. „Jeder Verein hat in etwa das gleiche Budget, um sich den Kader zusammenzustellen. Auf Deutschland bezogen könnte man so der Monopolstellung des FC Bayern entgegensteuern.“

Da die Profiklubs schon immer als Unternehmen organisiert waren, waren sie stets Vorreiter bei der Kommerzialisierung. Schon in den 1950er Jahren wurden große Sportevents national im Fernsehen vermarktet und Werbespots zum Teil des Produkts. Auch der Super Bowl war früh ein TV-Megaprojekt.

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15.12.2022 | 28:50 min

US-Investoren pumpen Geld in den Fußball

Auch Trends der Einzelvermarktung gingen stets von den USA aus. Baseballspieler Babe Ruth warb schon in den 1920er Jahren für Zigaretten, Schokoriegel, Sportartikel und mit Superstar Michael „Air“ Jordan wurde das moderne milliardenschwere Sportmarketing erfunden.

Noch nicht so alt ist das Interesse des Finanzkapitals, in Fußballclubs zu investieren. Inzwischen sind – neben Staatsfonds aus dem arabischen Raum – US-amerikanische Private-Equity-Firmen die treibenden Kräfte bei der Finanzialisierung des Fußballs und der Etablierung des bis nach Europa reichenden Modells der Multi Club Ownership.

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Die WM 2026 wird groß, laut und politischer als je zuvor. Während FIFA-Boss Infantino in den höchsten Tönen schwärmt, gibt es gleichzeitig jede Menge Kritik. Was kommt da auf uns zu?

11.12.2025 | 18:09 min

Martialische Kämpfe im Weißen Haus

Während diese Erlebnisse sich in europäischen Stadien und Hallen auf den sportlichen Wettkampf konzentrieren, sind US-Sport-Events ein Gesamtkunstwerk aus Show, Verzehr und Sport.

Eine aufstrebende Sportart wird durch den sonst eher für seine Liebe zum Golfsport bekannten US-Präsidenten noch weiter in den Blickpunkt gerückt. Donald Trump kündigte auf seinem Netzwerk Truth Social an, dass an seinem 80. Geburtstag auf dem Gelände des Weißen Hauses Käfigkämpfe in der Kampfsportart Mixed Martial Arts (MMA) stattfinden werden.

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Über dieses Thema berichtete das ZDF in dem Beitrag „Draft, Colleges und mehr: Das macht Sport in den USA so besonders“ am 12.05.2026 um 06:00 Uhr.