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Der Ukraine-Krieg aktuell im Ticker: Nur wenige Stunden nach Ende einer dreitägigen Waffenruhe nimmt Russland seine Luftangriffe wieder auf.

Update, 7:05 Uhr: Die Ukraine bietet laut einem Medienbericht der deutschen Regierung die Lieferung weitreichender Drohnen und Raketen als Ersatz für US-Tomahawk-Marschflugkörper ​an. „Wir sind in ⁠der Lage, die Fähigkeiten der NATO, Präzisionsschläge in der Tiefe durchzuführen, zu stärken ⁠und ab einem bestimmten Zeitpunkt auch die ​Fähigkeitslücken der ⁠Allianz zu schließen“, sagte ‌Alonya Getmanchuk, Botschafterin der NATO‑Mission der Ukraine in Brüssel, der Zeitung Welt. „Wenn NATO‑Länder wie Deutschland in Zukunft danach fragen, ⁠könnten wir durchaus auch unsere ‌Erfahrungen und effektive Waffen anbieten: weitreichende Drohnen und Raketen“, sagte ⁠Getmanchuk dem Bericht zufolge. 

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland startet nach Ende der Waffenruhe massiven Drohnenangriff

Update, 5:50 Uhr: Nur wenige Stunden nach dem Ende einer befristeten Waffenruhe hat Russland die Ukraine nach Angaben aus Kiew erneut massiv angegriffen. Die ukrainische Luftwaffe meldete in der Nacht Angriffe mit zahlreichen Drohnen auf die Hauptstadt Kiew und weitere Städte wie Saporischschja, Dnipro, Charkiw und Cherson. Auch die Gebiete Sumy im Norden und Mykolajiw im Süden waren demnach betroffen. Die seit Samstag geltende Waffenruhe war in der Nacht ausgelaufen. 

Ukraine-Krieg: Ukrainische Soldaten in einem Fahrzeug mit „Sting“-Drohnenabwehrsystemen (April 2026)Ukraine-Krieg: Ukrainische Soldaten in einem Fahrzeug mit „Sting“-Drohnenabwehrsystemen (April 2026) © Roman Pilipey/AFPUkraine-Krieg aktuell: Selenskyj kündigt erste Auszahlungen aus EU-Hilfspaket an

Update, 20:18 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat im Ukraine-Krieg für Juni die ersten Auszahlungen aus dem 90-Milliarden-Euro-Hilfspaket der EU angekündigt. „Im Juni erwarten wir die ersten Tranchen des europäischen Unterstützungspakets für die Ukraine – 90 Milliarden Euro über zwei Jahre. Es ist im Juni, dass diese Mittel beginnen müssen, für die Widerstandsfähigkeit der Ukraine zu arbeiten“, sagte Selenskyj in seiner Abendansprache laut European Pravda.

Ukrainische Regierungsvertreter arbeiten derzeit aktiv mit der Europäischen Kommission zusammen, um Verzögerungen zu vermeiden. EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos hatte zuvor erklärt, die erste Tranche solle bereits in der kommenden Woche fließen – eine Angabe, die laut Insidern der tatsächlichen Zeitplanung widerspricht.

Militärparade am Tag des Sieges: Putins Verluste werden in Moskau deutlichUnter den aktiven Soldaten, die vor dem Tag des Sieges in Moskau eintreffen, sind auch verletzte Veteranen. Fotostrecke ansehenUkraine-Krieg aktuell: Selenskyj-Vertrauter offen für Gespräch mit Putin

Update, 19:39 Uhr: Der Chef des ukrainischen Präsidentenbüros, Kyrylo Budanov, hat sich offen für ein direktes Gespräch zwischen Präsident Wolodymyr Selenskyj und Kremlchef Wladimir Putin im Ukraine-Krieg gezeigt. „Ein Gespräch zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin wird nicht plötzlich aus dem Nichts entstehen, aber wenn Russlands Signale zum Dialog aufrichtig sind, dann ist die Ukraine ebenfalls bereit“, sagte Budanov laut dem litauischen Rundfunksender LRT bei einem Besuch in Litauen.

Mit einem Augenzwinkern fügte Budanov hinzu, internationale Telefonleitungen zwischen Kriegsparteien seien unterbrochen – „solche Anrufe werden nicht über Mobiltelefone gemacht“. Die Frontlage bezeichnete er als „stabil“.

Update, 17:55 Uhr: EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sieht im Ukraine-Krieg eine Wende zugunsten Kiews: Die „rekordverdächtigen“ russischen Verluste und die tief ins russische Territorium reichenden ukrainischen Angriffe deuteten darauf hin, „dass sich die Dynamik des Krieges verändert“, sagte Kallas nach dem EU-Außenministertreffen in Brüssel. Die Ukraine befinde sich in einer „viel besseren Position als vor einem Jahr“.

Kremlchef Wladimir Putin hingegen stehe in einer „schwächeren Position als je zuvor“, so Kallas. Putin selbst hatte am Samstag erklärt, der Krieg neige sich „dem Ende“ – zeitgleich schlug er offenbar im Scherz Altkanzler Gerhard Schröder als Vermittler vor. Eine dreitägige Waffenruhe zum Jahrestag des sowjetischen Sieges wurde von beiden Seiten gegenseitig als gebrochen bezeichnet.

Ukraine-Krieg aktuell: Botschafter Makeiev stellt sich gegen Schröder als Vermittler

Update, 15:49 Uhr: Der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev hat eine Vermittlungsmission des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder im Ukraine-Krieg klar abgelehnt. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte Schröder zuvor als möglichen Vermittler ins Gespräch gebracht. „Wer über Jahre russische Interessen in Deutschland vertreten hat, besitzt weder die moralische noch die politische Legitimität, heute als Vermittler aufzutreten“, sagte Makeiev dem Spiegel. Grünen-Parteichef Felix Banaszak zeigte sich „entsetzt“ darüber, dass SPD-Politiker wie Adis Ahmetovic und Ralf Stegner Putins Vorschlag prüfen wollen.

Update, 13:27 Uhr: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat die jüngsten Äußerungen von Kremlchef Wladimir Putin zu Ukraine-Verhandlungen und einem Ende des Krieges als mögliche Finte bezeichnet. „Es steht zu befürchten (…), dass es wieder mal ein weiteres Täuschungsmanöver ist“, sagte Pistorius am heutigen Montag (11. Mai) bei einem Besuch in Kiew. Er fügte unter Bezug auf den russischen Präsidenten hinzu: „Es scheint Teil seiner hybriden Kriegsführung zu sein.“

„Ich glaube, dass Putin am Ende mit diesem Vorgehen jetzt aktuell von der eigenen Schwäche ablenken will“, sagte Pistorius weiter. Der russische Präsident könne „derzeit kaum Geländegewinne vorweisen“, seine Armee verliere „immer wieder Teile von erobertem Gebiet“.

Pistorius im Ukraine-Krieg in Kiew: „Putin täuscht und trickst“

Putin hatte vergangenen Samstag (9. Mai) in einer Pressekonferenz am Rande der Feierlichkeiten zum Jahrestag des sowjetischen Siegs im Zweiten Weltkrieg über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs gesprochen. Der Konflikt „neigt sich dem Ende zu“, sagte er. Auch brachte der russische Präsident als von ihm bevorzugten europäischen Vermittler Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) ins Spiel.

Pistorius sagte zu den Äußerungen des Kremlchefs: „Wenn er denn das Ende dieses Krieges aufziehen sieht, dann könnte er diesen Krieg ja auch einfach beenden.“ In der Vergangenheit habe Putin bei Gesprächen über einen Waffenstillstand oder Frieden „am Ende mit gezinkten Karten gespielt“, merkte der Bundesverteidigungsminister an.

„Gerade weil Putin in der Öffentlichkeit noch immer täuscht und trickst“, müsse es für die Partner der Ukraine darum gehen, das Land „weiter militärisch zu stärken“, betonte Pistorius. Ziel sei es, die Ukraine „in eine starke Verhandlungsposition für den Zeitpunkt X“ zu bringen und zugleich deutlich zu machen, „dass dieses Land sich erfolgreich zur Wehr setzen kann“.

Ukraine-Krieg: Freiwillige bauen Waffen gegen Putin

Update, 12:52 Uhr: Im Ukraine-Krieg haben sich Tausende Zivilisten zu einer stillen Rüstungsmacht entwickelt – in Kellern, Küchen und nach Feierabend bauen sie FPV-Kampfdrohnen für die Front. Die ganze Geschichte hier: Freiwillige bauen Waffen gegen Putin.

Millionenschaden für Putins Truppen: Ukrainische Einheit legt lange Abschussliste vor

Update, 11:57 Uhr: Die ukrainische Drohneneinheit „Phoenix“ der Grenzbrigade „Pomsta“ hat auf Facebook knapp 300 Abschüsse im April gemeldet – der Gesamtschaden für Russland: fast 10 Millionen Dollar (etwa 8,5 Millionen Euro). Die Hintergründe und Details in Millionenschaden für Putins Truppen.

Kiew meldet erneut russische Angriffe trotz Waffenruhe

Update, 11:24 Uhr: Ungeachtet der von den USA vermittelten Waffenruhe hat die Ukraine erneut russische Angriffe gemeldet: Allein in den Regionen Saporischschja, Cherson, Mykolajiw, Charkiw und Donezk wurden laut örtlichen Behörden mindestens drei Menschen getötet und über ein Dutzend verletzt. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte laut Reuters, Russland habe zwar auf großangelegte Luft- und Raketenangriffe verzichtet, die Bodenangriffe an Teilen der Front jedoch fortgesetzt. Eine Stellungnahme aus Moskau lag zunächst nicht vor.

Ukraine-Krieg: Kallas erklärt, warum Schröder für sie als Russland-Vermittler aussscheidet

Update, 9:34 Uhr: EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Wladimir Putins Vorschlag zurückgewiesen, Gerhard Schröder als europäischen Unterhändler bei Sicherheitsgesprächen mit Moskau einzusetzen. Es wäre „nicht sehr klug“, Russland das Recht einzuräumen, einen Verhandlungsführer für die EU zu benennen, sagte Kallas Reuters zufolge am Rande des EU-Außenministertreffens in Brüssel.

Da Schröder sich für russische Staatskonzerne eingesetzt habe, würde der Altkanzler bei Gesprächen „auf beiden Seiten des Tisches sitzen“, so die EU-Außenbeauftragte weiter.

Pistorius strebt Bau neuer Hightech-Waffen mit Ukraine an

Update, 8:30 Uhr: Boris Pistorius ist am Morgen überraschend in Kiew eingetroffen. Bei seiner Stippvisite geht es um die neue Partnerschaft zwischen Deutschland und der Ukraine beim Waffenbau. „Deutschland und die Ukraine sind strategische Partner, die beide von der Kooperation profitieren. Daraus ergeben sich zahlreiche neue Projekte“, sagte der Minister laut dpa. „Im Fokus steht die gemeinsame Entwicklung modernster unbemannter Systeme in allen Reichweiten, gerade auch im Bereich Deep Strike. So stärken wir die Sicherheit unserer Länder.“

Ukraine-Krieg aktuell: Pistorius besucht überraschend Kiew

Update, 7:15 Uhr: Verteidigungsminister Boris Pistorius ist zu Gesprächen über einen Ausbau der Rüstungskooperation mit der Ukraine in der Hauptstadt Kiew eingetroffen. Bei neuen Projekten stehe die gemeinsame Entwicklung modernster unbemannter Waffensysteme aller Reichweiten im Fokus, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Diese Kooperation als Teil einer strategischen Partnerschaft zu stärken, sei das Hauptziel seiner Reise, die aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich angekündigt worden war.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew signalisiert bedingte Zurückhaltung

Update, 11. Mai, 5:50 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat im Ukraine-Krieg eine bedingte Zurückhaltung gegenüber Russland signalisiert. In seiner abendlichen Videobotschaft betonte er, die Ukraine habe während der Waffenruhe angesichts ausbleibender massiver russischer Angriffe auf weitreichende Militäraktionen verzichtet. Für den Fall einer russischen Rückkehr zu offenem Kriegsgeschehen drohte Selenskyj mit unmittelbaren Konsequenzen: „Sollten die Russen beschließen, zum offenen Krieg zurückzukehren, werden unsere Sanktionen dafür sofort und spürbar sein. Die Entfernung spielt bereits eine immer geringere Rolle – das haben wir mit unseren Langstreckenfähigkeiten bewiesen.“ Russland halte die Waffenruhe an der Front ohnehin nicht ein, so der Präsident.

Ukraine-Krieg aktuell: Söder reagiert auf Putin-Vorschlag

Update, 19:16 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich zurückhaltend zu dem Vorschlag von Kremlchef Wladimir Putin geäußert, Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg einzusetzen. Der CSU-Vorsitzende mahnte jedoch gleichzeitig, die aktuellen Gesprächschancen zu nutzen. „Mein Eindruck ist, dass Russland im Moment schwächer ist, als wir es alle glauben“, sagte Söder in der ARD. „Und deswegen sollte man die Chancen nutzen für Gespräche. Ob Gerhard Schröder jetzt der Richtige ist, das mögen andere beurteilen.“

Update, 15.30 Uhr: Trotz einer von Russland erklärten dreitägigen Waffenruhe haben die Behörden in der Ukraine mindestens neun Verletzte bei russischen Angriffen gemeldet. In der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk wurden bei russischen Drohnenangriffen ein dreijähriges Mädchen und ein 23-jähriger Rettungshelfer verletzt, wie Regionalgouverneur Oleksandr Ganscha am Sonntag mitteilte. Weitere sieben Verletzte wurden aus den Regionen Cherson, Mykolajiw und Saporischschja im Süden der Ukraine gemeldet, obwohl Daten der ukrainischen Luftwaffe einen Rückgang russischer Drohnenangriffe mit großer Reichweite im Vergleich zur Zeit vor der Waffenruhe belegten.

Gemischte Reaktionen auf Putins Schröder-Vorschlag

Erstmeldung: Es gibt erste Reaktionen auf Putins Vorschlag, Altkanzler Gerhard Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg einzusetzen. SPD-Politiker zeigen sich offen. Der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic sagte zum Spiegel. „Jedes Angebot muss ernsthaft geprüft werden, wie verlässlich es ist“, sagte Ahmetovic. Ähnlich äußerte sich der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner. Europa sei bislang von den laufenden Verhandlungen ausgeschlossen. „Wenn das über jemand wie Schröder gelingen würde, wäre es fahrlässig, das auszuschlagen.“

Aus Regierungskreisen hieß es dagegen, man habe die Äußerungen zur Kenntnis genommen – doch sie reihten sich ein in eine Serie von Scheinangeboten und seien Teil der bekannten hybriden Strategie Russlands.