Der italienische Hochgeschwindigkeitsanbieter „Italo“ drängt auf den deutschen Fernverkehrsmarkt. Ab dem Frühjahr 2028 sollen eigene Expresszüge mehrmals täglich zwischen Hamburg, Berlin und München verkehren, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und der „rbb“ berichten. Auch eine Verbindung zwischen München, Köln und Dortmund ist geplant.

Für den Markteintritt plant „Italo“ insgesamt 30 neue Hochgeschwindigkeitszüge vom Münchner Technologiekonzern Siemens einzusetzen. Laut dem Sender steht der Vertrag kurz vor der Unterzeichnung. Das Investitionsvolumen belaufe sich auf rund 3,6 Milliarden Euro.
Großer ausländischer Konkurrent drängt auf deutschen Markt – Entscheidung soll Ende Mai fallen
Mit den neuen Verbindungen würde erstmals ein größerer ausländischer Anbieter direkt in Konkurrenz zur Deutschen Bahn auf wichtigen innerdeutschen Fernverkehrsstrecken treten. Wichtige Voraussetzungen für den Start seien bereits geschaffen worden. So habe „Italo“ mit der Atrium SE eine eigene Gesellschaft in Deutschland gegründet und bereits eine Verkehrslizenz erhalten. Zudem sei der sogenannte Grundnetzvertrag bereits unterzeichnet worden. Die notwendige Sicherheitszertifizierung läuft laut „rbb“ derzeit noch. .

Entscheidend für die Umsetzung bleibt allerdings die Vergabe ausreichender Streckenkapazitäten im deutschen Schienennetz. Bis Ende Mai erwarte das Unternehmen dazu eine Entscheidung. Erst danach soll endgültig feststehen, ob die ehrgeizigen Ausbaupläne wie vorgesehen umgesetzt werden können.