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In der Ukraine lässt Boris Pistorius sich von Soldaten ihre Drohnen-Strategien zeigen – und wirkt überzeugt. Der Verteidigungsminister äußert sich hoffnungsvoll.

Verteidigungsminister Boris Pistorius sieht Anzeichen für eine Kehrtwende im schwierigen Abwehrkampf der Ukraine gegen russische Angreifer. Zugleich machte er nach einem Besuch ukrainischer Gefechtsstände im Osten des Landes deutlich, dass er aus den Erfahrungen der Ukraine beim Kampfeinsatz unbemannter Waffensysteme weitere Schlüsse für die Bundeswehr ziehen will.

„Ich glaube, dass die Ukrainer tatsächlich ein Momentum haben. Russland hat eine Phase der Schwäche, sowohl wirtschaftlich als auch innenpolitisch, als auch auf dem Gefechtsfeld“, sagte Pistorius, der am Dienstag in den Gebieten von Saporischschja und Dnipro unterwegs war. Und: „Die Ukrainer machen riesige Fortschritte. Die Schläge gegen russische Militärinfrastruktur im Hinterland werden empfindlicher und hinterlassen Wirkung.“

Pessimistische Prognosen für die Ukraine werden laut Pistorius nicht mehr geteilt

Pistorius wurde in Kommandostellen der Ukrainer erklärt, wie Drohnen zur Aufklärung und Bekämpfung russischer Waffensysteme und Soldaten genutzt werden. Er konnte dabei auch laufende Einsätze selbst verfolgen. Die Ukraine hat vor allem seit dem vergangenen Jahr Fähigkeiten entwickelt, von denen auch die Bundeswehr als Teil einer strategischen Partnerschaft profitieren soll. 

„Heute reden viele von einer entscheidenden Phase des Krieges, möglicherweise zugunsten der Ukraine“, sagte Pistorius. Eine für die Ukraine sehr pessimistische Prognose über den weiteren Kriegsverlauf werde heute nicht mehr geteilt. Das erkläre vielleicht auch, warum der russische Präsident Wladimir Putin über ein baldiges Ende des Krieges spreche, obwohl er selbst ihn sofort beenden könne.

DPA

lw