Am Dienstagmorgen (12. Mai) fiel ein neuer Schriftzug an der Fassade des Duisburger Wahlkreisbüros auf. Unbekannte Täter hatten das Gebäude von SPD-Chefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas mit Farbe besprüht. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, hat mittlerweile der Staatsschutz die Ermittlungen in dem Fall an sich gezogen.

Inhaltlich richtet sich die gesprühte Parole laut Polizei gegen aktuelle politische Vorhaben der Ministerin. Die Beamten erhoffen sich bei der Aufklärung der Tat nun dringend Hinweise aus der Bevölkerung. Mögliche Zeugen sollen dabei helfen, die Verantwortlichen für die Schmiererei schnell ausfindig zu machen.

📌 Fakten zu Bärbel Bas

  • Bundesministerin: Seit dem 6. Mai 2025 ist sie die Bundesministerin für Arbeit und Soziales im Kabinett Merz.
  • SPD-Vorsitzende: Gemeinsam mit Lars Klingbeil wurde sie im Juni 2025 zur Co-Vorsitzenden der SPD gewählt.
  • Duisburger Direktmandat: Bei der Bundestagswahl 2025 gewann sie ihren Wahlkreis Duisburg I erneut direkt mit starken 39 Prozent der Erststimmen.

Schmiererei am Duisburger SPD-Büro

Nach Informationen der dpa haben die Täter eine unmissverständliche Botschaft an der Wand in Duisburg hinterlassen. Der gesprühte Satz lautet: „Acht-Stunden-Killerin. Wer hat uns verraten?“ Hintergrund der Farbattacke ist eine geplante Reform des Arbeitszeitgesetzes, die Bärbel Bas derzeit vorbereitet.

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Bereits im Koalitionsvertrag hatten sich Union und SPD auf neue Regeln für die Arbeitswelt geeinigt. Künftig soll es die Möglichkeit geben, eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit für Arbeitnehmer festzulegen. Gewerkschaften üben an dieser Abkehr von der bisherigen Acht-Stunden-Grenze pro Tag jedoch scharfe Kritik. Zuvor hatten bereits der „Spiegel“ und T-Online über den Vorfall berichtet.

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