Die Sieger-Arbeiten eines der höchstdotierten und renommiertesten Fotopreise Deutschlands sind derzeit in der Essener Innenstadt zu sehen. Noch bis Sonntag, 17. Mai, sind mehr als 70 Aufnahmen junger Fotokünstler in der „Trudi“ ausgestellt, der ehemaligen Gertrudiskirche, die im vergangenen Jahr von der Hochschule der Bildenden Künste (HBK) übernommen wurde.

Zur Jury gehört der Direktor des Sprengel-Museums in Hannover
Zu sehen sind Werke, die beim achten „Vonovia Award für Fotografie“ ausgezeichnet wurden. Zur Jury gehört auch der Direktor des Sprengel-Museums in Hannover, Reinhard Spieler. Das Museum zählt zu den wichtigsten Schauplätzen für zeitgenössische Kunst in Deutschland. Gemeinsam mit Studierenden der HBK hat er die aktuelle Ausstellung kuratiert, das heißt, die Größe, Platzierung und Anordnung der Fotos bestimmt, die derzeit täglich zwischen 14 und 18 zu sehen sind (auch an Christi Himmelfahrt, 14. Mai).
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„Diese Arbeit war für uns Studierende eine besondere Herausforderung, weil sie ein hohes Maß an Professionalisierung und Abstimmung erfordert“, berichtet Iris Edinger, stellvertretend für die Studierenden, die an der Vorbereitung, Einrichtung und Realisierung der Ausstellung mitgewirkt haben. Die Bilder sind nicht nur im Veranstaltungssaal der ehemaligen Getrudiskirche ausgestellt, sondern auch im Bühnenbereich sowie in Teilen des Treppenhauses.
„Vonovia“-Foto-Award: Das Thema ist „Heimat“
Der „Vonovia“-Fotoaward, der zum achten Mal ausgelobt wurde, hat immer das gleiche Oberthema: Es geht um Heimat – was naheliegt bei einem Wohnungsunternehmen als namensgebendem Hauptsponsor. Weil er mit mehr als 40.000 Euro dotiert ist, zählt der „Vonovia“-Award tatsächlich zu den größten deutschen Fotopreisen.
Die Ausstellung zeigt auf faszinierende Weise, wie Heimat-Themen von unterschiedlichen Fotokünstlern und -künstlerinnen maximal unterschiedlich interpretiert wurden: Während Preisträgerin Maria Bolz, Jahrgang 1995, Heimat als Frage der Körperlichkeit interpretiert und Selbstporträts angefertigt hat, die sich mit Geschlechterfragen beschäftigen, hat Fotografin Christina Stohn, Jahrgang 1977, Landwirtinnen porträtiert, für die Arbeits- und Wohnort dasselbe sind, Existenzgrundlage darstellen und Fragen nach Verantwortung und Nachfolgeregelungen gleichzeitig stellen sowie beantworten.
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Einen wiederum völlig anderen Ansatz haben Stella Weiß (Jahrgang 1995) und Rosa Burczyk (Jahrgang 1998) gewählt: Sie haben sehr persönliche Bilder von Menschen gemacht, die auf einem Landgut im ostdeutschen Riesa einen Neuanfang wagen, weil ihre „Lebenswege“, so heißt es, „aus der Spur gerieten“ und sich jetzt „herausfordernden Lebensrealitäten“ stellen müssen. Die Bilder thematisieren Vertrauen, Zugehörigkeit, Gemeinschaft.
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Pferdemarkt 5, täglich 14 bis 18 Uhr, Hochschule der Bildenden Künste (HBK).