Im Vorfeld der alljährlichen Entwicklerkonferenz Google I/O (am 19. und 20. Mai 2026 in Mountain View, US-Bundesstaat Kalifornien) fand heute die „The Android Show: Google I/O Edition“ statt, in der es eher um kommende Features für Anwenderinnen und Anwender ging. In diesem Jahr hat sich der Internetgigant nicht lumpen lassen und in Sachen KI, Android für Mobilgeräte und Android für Autos eine ganze Reihe neuer Funktionen angekündigt. Und mit dem Googlebook steht auch ein neues Produkt in den Startlöchern.

ChromeOS trifft auf Gemini Intelligence

Dabei handelt es sich fast schon um einen Neustart der Notebook-Sparte von Google. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, bauen die Modelle auf ChromeOS auf, sind aber auf die Verwendung höherer KI-Funktionen mittels Gemini Intelligence ausgerichtet. Der Internetgigant spricht von einem Übergang von einem Betriebssystem zu einem Intelligenzsystem. Wie auch bei den smarten Windows-11-Rechnern der Copilot+-Kategorie steht die KI im Mittelpunkt und soll in allen Aspekten des Arbeitsalltags helfen. Dabei hat sich Google ein besonderes Aufrufsignal ausgedacht, um Gemini dort zu beschwören, wo man als User gerade aktiv ist. Anders als unter Windows, wo die KI über die Copilot-Taste oder per Eintrag im Rechtsklick-Menü bereitsteht, reicht auf dem Googlebook das Wackeln des Cursors.Magic Pointer im Einsatz

Ein Wackeln des Mauszeigers reicht künftig, um Hilfe von Gemini zu erhalten.

Foto: Google, Screenshot: COMPUTER BILD

Vom Mauszeiger zum Zauberstab

Google nennt diesen überarbeiteten Mauszeiger den „Magic Pointer“. Im Normalzustand handelt es sich um einen normalen Cursor. Erst nach dem Schütteln schaut Gemini dem User über die Schulter, was mittels Gemini-Symbol neben dem Zeiger ersichtlich wird. Dann können User kontextuelle Aufgaben durch die KI abarbeiten lassen. Dazu gehören Büroarbeiten wie die automatische Terminerstellung aus einem Datum in einer Mail oder auch die Bilderstellung und -bearbeitung wie das Verschmelzen zweier Bilder.

Direkter Zugriff auf Handy-Apps vom Notebook

Mit Gemini Intelligence werden auch einige andere Funktionen, die Google für Mobilgeräte einführt, auf Googlebook verfügbar. So wird die Widget-Baufunktion auch für die Notebooks einsetzbar sein. Generell zeichnet sich eine noch engere Verknüpfung von Smartphone und Notebook ab. Google verspricht nahtlose Übergänge von Googlebook zu Android-Smartphone im Hinblick auf Apps. Anwendungen, die auf dem Handy sind, sollen ohne Probleme auf dem Notebook geöffnet und genutzt werden können, ohne dass sie extra installiert werden müssen. Voraussetzung ist allerdings die Verknüpfung beider Geräte.

Noch keine Geräte greifbar

Technische Details zur Ausstattung der kommenden Googlebooks gibt es bis jetzt nicht. Das überlassen die Kalifornier allem Anschein nach Partnern wie Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo. Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten zu Microsoft, denn das Gros der Copilot+-PCs kommt gar nicht von den Redmondern, sondern von anderen Marken. Was unterscheidet also ein Chromebook von einem Googlebook?

Leuchtstreifen als Markenzeichen

Google zufolge sei ein Googlebook optisch schon anhand eines bunten Leuchtstreifens im Deckel des Geräts zu erkennen. Diese Leuchtleiste steht auch für die nächste Generation Pixel-Smartphones im Raum und soll Pixel Glow heißen. Der Startschuss für die ersten Googlebooks soll im Herbst fallen. Es ist denkbar, dass die ersten Geräte schon bei der Präsentation des Pixel 11 im Spätsommer dieses Jahres gezeigt werden. Passen würde es gut in das Gesamtkonzept der engen Zusammenarbeit von Smartphone und Notebook, den ähnlichen Design-Spielereien mit der Glowbar und die Stellung als stellvertretende Flaggschiff-Modelle von Android-Patron Google.