Fünf Siege, fünf Unentschieden und sieben Niederlagen – so lautet die Heimbilanz der Regionalliga-Fußballer von Fortuna in dieser Spielzeit. Darunter waren einige denkwürdige Partien wie das bittere 3:3 im Derby-Hinspiel gegen den 1. FC Köln, wichtige Siege in der Rückrunde gegen Rödinghausen und Wiedenbrück und die hitzige 0:2-Niederlage gegen Fortuna Köln. Auch im letzten Heimspiel der Saison gegen den Wuppertaler SV wurde den Zuschauern am Flinger Broich nochmal einiges geboten: Vier Treffer, Spannung bis zur letzten Sekunde und tolle Stimmung, Kostenpflichtiger Inhalt wobei es nach Abpfiff unschöne Szenen gab.

Auch wenn es für Fortuna seit einigen Wochen sportlich um nichts mehr geht, wollte sich das Team gebührend von seinen Anhängern verabschieden. „Wir wollten ein Spiel abliefern, das unserem Charakter entspricht“, sagte Trainer Jens Langeneke nach der Partie. „Für uns geht es tabellarisch nicht mehr um viel. Trotzdem gehört es sich, dass man bis zum letzten Spiel unabhängig vom Ergebnis eine vernünftige Einstellung auf den Platz bringt – das haben wir getan. Wir wollten die Saison sauber zu Ende bringen gegen einen Gegner, für den es noch um viel ging.“ Nach dem 2:2 stehen die Gäste aus dem Bergischen nun mit einem Bein in der Oberliga und können nur noch auf einen Zwangsabstieg der „Zwoten“ hoffen.

Dabei hätte die Partie im Paul-Janes-Stadion in alle Richtungen kippen können. Der WSV spielte voll auf Sieg, Fortuna hatte kurz vor Schluss nach einem Konter ihrerseits noch eine große Chance auf den Siegtreffer. Insgesamt sah Langeneke die Gäste aber näher an den drei Punkten als sein Team: „Inhaltlich war der WSV näher am Sieg als wir. Trotzdem ist das Ergebnis natürlich ärgerlich, wenn du zweimal in Führung liegst.“

Mitte der ersten Hälfte gingen die Flingerner durch einen Kopfballtreffer von Lennart Garlipp in Führung, doch nur zehn Minuten später war der Vorsprung wieder dahin. Nahezu identisch lief es auch im zweiten Durchgang ab. Nach dem erneuten Führungstreffer durch Noah Nikolaou dauerte es wieder nur wenige Minuten, bis der WSV ausgleichen konnte. Durch den Punktgewinn konnte die Langeneke-Truppe zwei Plätze in der Tabelle gutmachen und steht nun einen Spieltag vor Saisonende auf Rang zwölf.

Zum Saisonabschluss steht am kommenden Samstag (14 Uhr, Ruhrstadion) die Auswärtsfahrt zur Zweitvertretung des VfL Bochum auf dem Programm. Einen Tag später richten sich dann alle Blicke nach Franken, wo der Showdown im Zweitliga-Abstiegskampf steigen wird. Bei der Begegnung zwischen Greuther Fürth und Fortuna am Sonntag kann sich die Ligazugehörigkeit der „Zwoten“ in der kommenden Saison entscheiden, möglich ist aber auch, dass Fortuna noch die Relegation abwarten muss. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in der Regionalliga weiter geht, ist durch den 3:1-Erfolg gegen die SV Elversberg deutlich größer geworden.