Fuchsstadt/Frankfurt Wie kann Europa im Alltag greifbar werden – und welche Rolle spielen Kommunen dabei? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Europe Direct Netzwerktreffens 2026, das in Frankfurt stattfand. Zwei Tage lang kamen Mitarbeitende der Europe Direct Zentren, Speaker des Teams, Vertreter der Dokumentationszentren sowie EU Councillors aus ganz Deutschland zusammen, um sich auszutauschen, weiterzubilden und gemeinsam den Blick auf Europa zu schärfen, wie es in einer Presemitteilung heißt.

Das etablierte EU-Format „Europa fängt in deiner Gemeinde an“ zeigt dabei eindrucksvoll, wie europäische Themen verständlich vor Ort vermittelt werden können. Ziel ist es, Europa aus der abstrakten Ebene herauszuholen und im Alltag sichtbar zu machen.

EU-Gemeinderäte fungieren dabei als wichtige Brückenbauer zwischen Brüssel und den Kommunen: Sie greifen Themen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger auf, schaffen Dialogräume und machen europäische Zusammenhänge nachvollziehbar. Zum Auftakt des Treffens betonten Barbara Gessler, Leiterin der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland, sowie Dr. Thomas Eckert die Bedeutung eines starken und handlungsfähigen Europas. In den anschließenden Fachbeiträgen ging es um die Rolle Europas im globalen Sicherheitsgefüge, die Frage eines neuen Verständnisses von Verteidigung sowie um den Schutz der Demokratie in Deutschland.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem zweiten Veranstaltungstag: In einer eineinhalbstündigen Podiumsdiskussion zum Thema „Go local“ brachte sich auch die EU-Gemeinderätin Stefanie Schneider aus Fuchsstadt aktiv ein – als Vertreterin aller deutschen EU Councillors. Im Zentrum stand die Frage, wie Europa vor Ort konkret erlebbar wird, wie unterschiedliche Zielgruppen erreicht werden können und welche Erfahrungen aus der kommunalen Praxis dabei eine Rolle spielen. Mit ihrem Beitrag machte sie deutlich, wie wichtig es ist, zuzuhören, den Dialog zu suchen und europäische Themen verständlich in den Alltag der Menschen zu übersetzen, so die Mitteilung. Ihr Engagement auf dem Podium unterstrich die Bedeutung kommunaler Perspektiven für die Zukunft Europas.

Ergänzt wurde das Programm durch das Format „Get to Know“, das Einblicke in die Arbeit der Europäischen Zentralbank, den digitalen Euro als mögliche Zukunft des Geldes sowie in die neue EU-Behörde zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (AMLA) mit Sitz in Frankfurt bot. red