Alexander Zverev im Achtelfinale des ATP-Masters in Rom

Stand: 12.05.2026 • 19:26 Uhr

Für Alexander Zverev ist das Masters in Rom bereits im Achtelfinale beendet. Der 29-Jährige unterlag dem Italiener Luciano Darderi nach einem kuriosen Auftritt.


Jörg Strohschein

Dieses Match wird Alexander Zverev so schnell kaum vergessen. Der 29-Jährige unterlag im Achtelfinale des Masters in Rom gegen den Italiener Luciano Darderi mit 6:1, 6:7, 0:6. Damit verpasste er sein 40. Viertelfinale bei einem Masters. Es ist eine Niederlage, die noch einige Zeit am besten deutschen Tennisprofi nagen dürfte.

Eine wenig souveräne Begründung für die Pleite lieferte er danach gleich mit: Zverev schimpfte über „den schlechtesten Platz“, auf dem er „je gespielt“ habe. Nach zwei Matches auf dem Campo Centrale wurde der Deutsche diesmal auf dem zweiten Hauptplatz angesetzt, der BNP Paribas Arena.

„Junioren, Profis, Future, Training. Ich habe noch nie auf einem Platz gespielt, dessen Zustand so schlecht ist. Ich habe einen Matchball, und der Ball springt mir über den Kopf hinweg“, sagte Zverev und fügte an: „Ich hätte das Match in zwei Sätzen gewinnen sollen. Danach hat er fantastisch gespielt.“

Darderi rappelt sich wieder auf

Im ersten Satz ging Zverev alles locker und leicht von der Hand. Er führte schnell mit 5:0, auch weil Darderi viele Fehler produzierte und es Zverev damit unglaublich leicht machte. Das 6:1 für den Deutschen war nur folgerichtig.

Darderi hatte kurz vor dem Satzende nach einem Arzt verlangt, er schien sich nicht wohlzufühlen. Er wankte ein wenig, der Kreislauf schien ihm einen Strich durch die Rechnung zu machen. Somit schien alles auf einen locker und leicht herausgespielten Sieg für Zverev hinauszulaufen.

Doch womit wohl niemand rechnete: Der 24 Jahre alte Darderi, aktuell 20. der Weltrangliste, nahm Zucker zu sich und rappelte sich irgendwie wieder auf, steigerte seine Leistung. Doch so richtig gefährlich konnte er Zverev zunächst trotzdem nicht werden.

Zverev schwimmen die Felle davon

Der Weltranglistendritte war souverän und dominant, und er lag mit Satz und einem Break im zweiten Durchgang vorn. Zverev schlug beim 5:3 zum Match auf – leistete sich aber einen schwachen Moment und kassierte völlig überraschend ein Break. Doch Zverev fing sich wieder und kam in den Tiebreak. Dort aber vergab er vier Matchbälle und Darderi setzte sich hauchzart und nach großem Kampf mit 10:8 durch.

Danach ließ Zverev nach, ein unerklärlicher Leistungseinbruch folgte. Im dritten Satz reihte sich beim Deutschen Fehler an Fehler, er verlor sang- und klanglos mit 0:6. Ein leichtfertig verschenkter Sieg, eine kaum erklärliche Niederlage – es war ein Match, das Alexander Zverev so schnell nicht vergessen wird.