PRAG / LONDON (IT BOLTWISE) – Nach über einem Jahrzehnt globaler Konsultationen erhält das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) einen neuen Namen. Die Umbenennung in polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS) soll die komplexe Natur der Erkrankung besser widerspiegeln und die medizinische Versorgung verbessern. Experten hoffen, dass dies zu einer schnelleren Diagnose und einer umfassenderen Behandlung führen wird.

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Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine weit verbreitete hormonelle Störung, die weltweit etwa eine von acht Frauen betrifft. Nach mehr als einem Jahrzehnt intensiver globaler Konsultationen wurde die Erkrankung nun in polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS) umbenannt. Diese Entscheidung wurde auf dem Europäischen Kongress für Endokrinologie in Prag bekannt gegeben und soll die komplexe Natur der Erkrankung besser widerspiegeln.

Die Umbenennung wurde von der Endokrinologin Professorin Helena Teede geleitet, die betont, dass der bisherige Name irreführend war. Der Begriff “polyzystisch” führte oft zu Missverständnissen, da viele Betroffene keine Zysten an den Eierstöcken haben. Stattdessen handelt es sich um eine hormonelle Störung, die den Stoffwechsel, das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflusst.

Patientinnen wie Maddy Mavrikis berichten von verwirrenden Diagnosen und unzureichender medizinischer Betreuung. Mavrikis, die mit 15 Jahren die Diagnose erhielt, hatte nie Zysten an den Eierstöcken, was die Namensänderung umso relevanter macht. Die neue Bezeichnung PMOS soll die Aufmerksamkeit auf die hormonellen und metabolischen Aspekte der Erkrankung lenken.

Die Umbenennung ist das Ergebnis einer beispiellosen Zusammenarbeit von 56 medizinischen und Patientengesellschaften weltweit. Diese Bemühungen sollen sicherstellen, dass die neue Bezeichnung in allen Regionen und Disziplinen anerkannt wird. Die vollständige Implementierung des neuen Namens in die internationalen Leitlinien zur Behandlung der Erkrankung ist für 2028 geplant.

Patientinnen und Experten hoffen, dass die Namensänderung zu einer besseren medizinischen Versorgung führt. Viele Frauen berichten von Schwierigkeiten bei der Diagnose und Behandlung, da die Erkrankung oft nur als gynäkologisches Problem wahrgenommen wird. Die neue Bezeichnung soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die umfassenden Auswirkungen der Erkrankung zu schärfen.

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Neuer Name für PCOS: Hoffnung für Millionen von Frauen
Neuer Name für PCOS: Hoffnung für Millionen von Frauen (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)

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