Zweitgrößtes Fracht-Drehkreuz in Deutschland mit rund 24.000 Frachtflügen pro Jahr

Mit jährlich rund 24.000 Frachtflügen ist ein umfangreiches Logistiknetzwerk entstanden, das tausende Arbeitsplätze sichert. Es ist das zweitgrößte deutsche Fracht-Drehkreuz. Ein Standort mit herausragender wirtschaftlicher Bedeutung in der Region Leipzig/Halle.

Am DHL-Luftfrachtkreuz herrscht Hochbetrieb, wenn die meisten Menschen schlafen. Der Großteil des Luftfrachtverkehrs findet nachts statt. 21 Uhr, Schichtbeginn: Ab jetzt geht es Schlag auf Schlag. Ein Frachtflieger nach dem anderen landet und muss ent- und dann wieder beladen werden. 80 Maschinen pro Nacht sind normal. Für Marcel Ploetz und seine Be- und Entladetruppe heißt das Ranklotzen. „Wenn die Maschinen später reinkommen, dann kommt manchmal eine Maschine nach der anderen rein. Dann muss man immer ziehmlich schnell sein“, sagt er gegenüber dem MDR-Magazin Umschau. „Dann kriegt man schon den nächsten Auftrag, die nächste Maschine ist schon gelandet oder im Anflug“, erklärt Ploetz, der schon seit 2018 am Leipziger Drehkreuz beschäftigt ist.

Logistikvorteile durch Autobahn, Zugverkehr und dauernutzbare Landebahnen

Der Flughafen Leipzig/Halle bietet für den Logistiker DHL große Infrastruktur-Vorteile: die gute Autobahnanbindung an die A14 und die A9, Zugverkehr in alle Richtungen und zwei Landebahnen, die rund um die Uhr genutzt werden können. Die Hauptflugzeit ist von 22 bis 6 Uhr, da das Nachtflugverbot für Frachtflieger nicht gilt. „Wir können hier bis Mitternacht die Sendungen annehmen an unserem Standort und trotzdem am nächsten Tag überall in Europa zuliefern. Das bietet natürlich einen enormen Wettbewerbsvorteil. Auch für die Kunden, die wir am Flughafen und um den Flughafen herum haben“, sagt Lars Gladisch, Geschäftsführer der DHL Hub Leipzig GmbH.

Wir können hier bis Mitternacht die Sendungen annehmen an unserem Standort und trotzdem am nächsten Tag überall in Europa zuliefern. Das bietet natürlich einen enormen Wettbewerbsvorteil.

Lars Gladisch, Geschäftsführer der DHL Hub Leipzig GmbH

Geliefert wird die Fracht in riesigen Containern, in denen schon alles transportiert wurde – egal ob Rennwagen, Nashorn oder zeitkritische Güter für die Pharmaindustrie. 360.000 Sendungen werden am Drehkreuz von den 6.000 Beschäftigten täglich bewältigt. Einmal ausgepackt landen die Lieferungen dann auf den insgesamt 47 Kilometer langen Sortieranlagen. Mit entwickelt hat sie Mike Renoth, er ist der „Herr der Pakete“ bei DHL Express und schon seit 25 Jahren im Unternehmen, auch in Stuttgart und in Köln. „Leipzig ist einfach etwas ganz Besonderes, der Standort ist für die Region wichtig und auch für unser Netzwerk“, so Renoth, ein gebürtiger Sachse.