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Schnee am Saurüsselköpf am Dienstagvormittag Aufnahme von heute Vormittag (5).jpg © KFV Traunstein

Ruhpolding — Die offenen Flammen am Saurüsselkopf sind gelöscht. Doch für die Einsatzkräfte ist der Waldbrand bei Ruhpolding noch lange nicht vorbei: Im Boden lauern weiter Glutnester.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Waldbrand am Saurüsselkopf bei Ruhpolding ist gelöscht – der Einsatz aber noch nicht beendet.
  • Mehr als 300 Einsatzkräfte suchen und löschen weiterhin Glutnester im schwer zugänglichen Gelände.
  • Wie lange die Nachlöscharbeiten noch dauern, ist offen.
  • Hoffnung macht den Einsatzkräften nun vorhergesagter Regen.
  • Der Brand an dem 1.270 Meter hohen Berg gilt als einer der größten Waldbrände in Bayern seit Jahrzehnten.

ServiceUpdate, Dienstag (12. Mai) – Gemeinde Ruhpolding übernimmt das Ruder

Die Pressemitteilung der Gemeinde Ruhpolding im Wortlaut

Mit der Beendigung des Katastrophenfalls durch das Landratsamt Traunstein zum Ablauf des heutigen Tages (12.05.2026) geht die Zuständigkeit für die weiteren Maßnahmen ab dem 13.05.2026 auf die Gemeinde Ruhpolding über. Aus diesem Grund erlässt die Gemeinde Ruhpolding eine neue Allgemeinverfügung mit neuem Lageplan, gültig ab 13.05.2026, 00:00 Uhr.

Ab Mittwoch, 13.05.2026, 00:00 Uhr gilt bis auf Weiteres das Betretungs- und Befahrungsverbot im Bereich Fuchswiese entlang der Chiemgau Arena bis zum Adlerkopf und zur Landesgrenze. Grund hierfür sind die laufenden Nachlöscharbeiten nach dem Waldbrand am Saurüsselkopf sowie weiterhin bestehende Gefahren durch Glutnester und mögliche Wiederaufflammen.
Das Gebiet darf ausschließlich von Einsatzkräften, Behörden sowie beauftragten Unternehmen betreten und befahren werden.

Bitte beachten Sie:

  • Die Forst- und Wanderwege im genannten Bereich sind gesperrt.
  • Erholungssuchende und Schaulustige dürfen das Gebiet nicht betreten.
  • Im Bereich der Chiemgau Arena sowie entlang des Förchensees gilt aufgrund des Hubschraubereinsatzes eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h.
  • Die B 305 ist ab 13.05.2026 wieder für den Verkehr freigegeben.

Pressemitteilung Gemeinde Ruhpolding

Update, Dienstag (12. Mai) – Katastrophenfall endet, Einsatz läuft weiter

Mit Ablauf des Dienstags (12. Mai) endet der Katastrophenfall für das Gebiet am Saurüsselkopf in Ruhpolding. Grundlage sei die deutlich stabilisierte Lage im Einsatzgebiet, wie das Landratsamt Traunstein mitteilt. Der offene Brand ist gelöscht, die Nachlöscharbeiten zeigen sichtbare Fortschritte. Damit seien die Voraussetzungen für einen Katastrophenfall nicht mehr erfüllt; die weitere Einsatzbewältigung wird nun als Koordinierungsfall nach Art. 15 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes fortgeführt. Die besondere Einsatzlage bleibt damit unter der einsatztaktischen Führung des Örtlichen Einsatzleiters bestehen, allerdings unterhalb der Schwelle des Katastrophenfalls.

Schnee am Saurüsselköpf am Dienstagvormittag Schnee am Saurüsselköpf am Dienstagvormittag © KFV Traunstein

Das Ende des Katastrophenfalls bedeutet jedoch ausdrücklich nicht das Ende des Einsatzes. Im Gelände bestehen laut Landratsamt weiterhin Risiken durch Glutnester, schwierige Geländeverhältnisse und wetterbedingte Einflüsse. Nachlöscharbeiten, Kontroll- und Sicherheitsmaßnahmen werden deshalb geordnet fortgeführt. Durch die Überführung der Einsatzstruktur in den Koordinierungsfall soll gewährleistet bleiben, dass alle beteiligten Stellen – von Feuerwehr über Bergwacht und Alpinpolizei bis hin zu Forst, Bundeswehr und weiteren Unterstützern – weiterhin abgestimmt zusammenarbeiten. Dazu zählen auch die Planung der Einsatzkräfte sowie der mögliche Einsatz von Luft- und Drohnenunterstützung.

Landrat Andreas Danzer spricht von einem „wichtigen Schritt zurück in die Regelstruktur“. Möglich sei dies, weil sich die Lage am Saurüsselkopf deutlich stabilisiert habe. „Gleichzeitig sage ich ganz klar: Das ist keine vollständige Entwarnung für das Gelände“, betont er. Die Nachlöscharbeiten gingen weiter, die Sicherheit der Einsatzkräfte und der Bevölkerung habe weiterhin oberste Priorität. Der Katastrophenfall sei in dieser Lage richtig und notwendig gewesen, so Danzer, weil er geholfen habe, Kräfte zu bündeln, Entscheidungen schnell zu treffen und die Vielzahl der Beteiligten eng aufeinander abzustimmen. Sein besonderer Dank gilt nach seinen Worten allen Einsatzkräften, Helfern, Fachstellen, Organisationen, der Gemeinde Ruhpolding, den Mitarbeitern im Krisenstab des Landratsamts und allen Unterstützern, „die in den vergangenen Tagen Außerordentliches geleistet haben“.

Der Schwerpunkt der kommenden Tage liegt weiter auf der systematischen Suche, Kontrolle und Bekämpfung von Glutnestern. Viele dieser Glutnester sitzen tief im Waldboden, unter Wurzeln oder in abgestorbenem Holz und müssen von den Einsatzkräften vor Ort freigelegt und gezielt abgelöscht werden. In schwer zugänglichen Bereichen ist dies nur mit alpiner Begleitung möglich. Wie das Landratsamt weiter berichtet, kommen auch Drohnen, Wärmebildtechnik und bei Bedarf Hubschrauber zum Einsatz, um das Gelände zu erkunden, Glutnester zu lokalisieren und schwer erreichbare Bereiche zu unterstützen.

Örtlicher Einsatzleiter Christof Grundner unterstreicht, dass der offene Brand zwar gelöscht sei, die Arbeit der Kräfte im Gelände jedoch anspruchsvoll bleibe. „Was uns weiter beschäftigt, sind Glutnester im Boden, unter Wurzeln und in schwer zugänglichen Bereichen. Diese müssen weiterhin systematisch gesucht, freigelegt und abgelöscht werden. Das bleibt aufwendig und wird uns auch in den kommenden Tagen fordern“, erklärt er. Die Lage könne inzwischen geordnet in die neue Struktur überführt werden, die Einsatzkräfte arbeiteten weiter abschnittsweise im Gelände. Entscheidend sei, dass niemand den gesperrten Bereich betrete und die Arbeiten nicht behindere. Grundner weist ausdrücklich darauf hin, dass der Bereich, in dem es gebrannt hat, weiterhin ein Gefahrenbereich ist: Es bestehe Steinschlaggefahr, außerdem könnten Bäume umfallen oder Äste abbrechen.

Parallel zum Ende des Katastrophenfalls wird die Gemeinde Ruhpolding nach eigenen Angaben eine neue sicherheitsrechtliche Allgemeinverfügung erlassen, die die bisherige Allgemeinverfügung des Landratsamts ersetzt. Der unmittelbare Einsatz- und Gefahrenbereich bleibt weiterhin gesperrt. Die Sperrung dient dem Schutz der Bevölkerung und der Einsatzkräfte, da im Gelände weiterhin Glutnester, schwer begehbare Zonen und laufende Einsatzmaßnahmen bestehen. Die genaue Abgrenzung des gesperrten Bereichs ergibt sich laut Mitteilung aus der neuen Allgemeinverfügung beziehungsweise dem dazugehörigen Lageplan. Das Betreten und Befahren des gesperrten Bereichs bleibt untersagt; die Bevölkerung wird dringend gebeten, das Gebiet zu meiden und die Einsatzkräfte nicht zu behindern.

Erleichterung bringt hingegen die Verkehrslage: Die B305 wird ab Mittwoch, 13. Mai 2026, wieder für den Verkehr freigegeben. Damit ist die Zufahrt von und nach Reit im Winkl über diese Bundesstraße wieder möglich. Die Freigabe der Straße bedeute jedoch keine Freigabe des Einsatz- und Gefahrenbereichs im Bergwald, betont das Landratsamt. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, im betroffenen Abschnitt besonders aufmerksam zu fahren und auf Einsatzfahrzeuge sowie mögliche verkehrsrechtliche Hinweise zu achten.

Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer spricht angesichts der vergangenen Tage von einer „enormen Belastungsprobe“ für die Gemeinde. Die rechtzeitige Feststellung des Katastrophenfalls sei aus Sicht der Gemeinde richtig und wichtig gewesen, weil dadurch Einsatzkräfte, Fachstellen und Unterstützungsleistungen frühzeitig gebündelt und koordiniert werden konnten. Pfeifer dankt allen Einsatzkräften, dem Landratsamt Traunstein, den beteiligten Behörden und Organisationen sowie allen Helfern für ihren Einsatz, ebenso den Bürgern, Anwohnern, Betrieben und Gästen für Geduld und Verständnis. „Auch in der kommenden Phase des Koordinierungsfalls bleibt der gesperrte Bereich weiterhin Einsatz- und Gefahrenbereich“, stellt er klar.

Im Fokus bleiben zudem die betroffenen Wald- und Bodenbereiche. Neben den laufenden Nachlöscharbeiten werden die Flächen laut Forstangaben weiter fachlich bewertet. Im Mittelpunkt stehen mögliche Glutnester im Boden- und Wurzelbereich, die Stabilität des Geländes, der Schutzwald sowie die nächsten Schritte zur Sicherung und Wiederherstellung der betroffenen Hanglagen. Forstbetriebsleiter Sebastian Klinghardt weist darauf hin, dass Einsätze im Bergwald besonders anspruchsvoll seien und Glutnester im Boden und im Wurzelbereich noch längere Zeit ein Risiko darstellen könnten. Daher seien weitere Kontrollen und Nachlöscharbeiten so wichtig. Anschließend gehe es darum, die Flächen forstlich zu beurteilen und Maßnahmen für Schutzwald, Boden und Wiederbewaldung vorzubereiten.

Sollte sich die Lage wider Erwarten wieder deutlich verschärfen, werden laut Landratsamt die notwendigen rechtlichen und organisatorischen Maßnahmen erneut geprüft. Nach derzeitigem Stand könne die Einsatzlage jedoch geordnet außerhalb des Katastrophenfalls weitergeführt werden.

Update, 14.40 Uhr – Statement vom LRA zur aktuellen Situation

Die Nachlöscharbeiten am Saurüsselkopf in Ruhpolding kommen weiter voran. Nach der Auswertung der Drohnenaufklärung vom Sonntag auf Montag sind in den bereits bearbeiteten Einsatzabschnitten deutliche Fortschritte erkennbar. Insbesondere in den südlichen Bereichen des Einsatzgebietes konnten zahlreiche Glutnester weiter reduziert beziehungsweise bereits erneut kontrolliert werden. Die aktuelle Wetterlage erfordert am Montag jedoch eine vorübergehende Anpassung der Einsatzmaßnahmen. Für die Mittags- und frühen Nachmittagsstunden werden Gewitter, Hagel sowie starke Böen erwartet. Aus Sicherheitsgründen wurden die Einsatzkräfte deshalb vorsorglich aus den Einsatzbereichen am Berg zurückgeführt. Inzwischen befinden sich alle Kräfte wieder außerhalb des unmittelbaren Bergbereichs. 

In der vergangenen Nacht blieb die Lage insgesamt ruhig. Größere Auffälligkeiten wurden nicht festgestellt. Im östlichen Einsatzbereich waren jedoch weiterhin Rauchentwicklung beziehungsweise sichtbare Aufflammungen in einem schwer zugänglichen Bereich erkennbar. Gerade dort befinden sich weiterhin zahlreiche Glutnester, die nur mit erheblichem Aufwand abgelöscht werden können. Am heutigen Montag sind insgesamt rund 338 Einsatzkräfte im Einsatz. Dazu gehören unter anderem Kräfte der Feuerwehr, der Bergwacht, der Polizei, der Bundeswehr, der Forstverwaltung, des BRK sowie weitere Unterstützer. Die Bergwacht ist mit 71 Kräften vor Ort, davon waren vor der wetterbedingten Räumung 51 Kräfte aktiv im Gelände.

Die Bundeswehr unterstützt die Maßnahmen mit 40 Soldaten. Die Forstverwaltung ist mit 23 Kräften eingebunden. Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf der systematischen Suche, Kontrolle und Bekämpfung von Glutnestern. Die Einsatzkräfte arbeiten sich abschnittsweise durch das Gelände. Vor allem in den südlichen und mittleren Einsatzbereichen sind deutliche Fortschritte sichtbar. Die nördlichen und besonders schwer zugänglichen Bereiche bleiben dagegen weiterhin anspruchsvoll. Dort ist das Gelände teils felsig, steil und nur eingeschränkt bodengebunden erreichbar.

Die Erkundung erfolgt weiterhin mit Drohnen, Wärmebildtechnik, Hubschraubern und Kräften am Boden. Die Bundeswehr führt die Drohnenaufklärung fortlaufend weiter. Auch Hubschrauber werden weiterhin benötigt. Sie unterstützen insbesondere dort, wo Brandstellen aus dem Gelände heraus nicht oder nur schwer erreicht werden können. Soweit es die Wetterlage zulässt, werden Hubschrauber auch weiterhin für Erkundungs- und Löschmaßnahmen eingesetzt. Die Nachlöscharbeiten bleiben aufwendig und personalintensiv. Viele Glutnester sitzen tief im Waldboden, unter Wurzeln oder in abgestorbenem Holz. Sie müssen von den Einsatzkräften vor Ort freigelegt und anschließend gezielt abgelöscht werden.

In schwer zugänglichen Bereichen ist dies nur mit alpiner Begleitung möglich. Feuerwehr, Bergwacht, Alpinpolizei, Forst und Bundeswehr arbeiten dabei eng abgestimmt zusammen. Die Wetterlage bleibt ein entscheidender Faktor. Neben der aktuellen Unwetterprognose ist für Dienstag nach derzeitiger Vorhersage auch Neuschnee bis unter 1.000 Meter möglich. Die Einsatzplanung wird deshalb laufend an Wetter, Gelände und Sicherheitslage angepasst.

Aufgrund der positiven Lageentwicklung kann die Warnung vor Rauch- und Geruchswahrnehmungen über MoWaS aufgehoben werden. Punktuelle Rauchentwicklungen im unmittelbaren Einsatzbereich können jedoch weiterhin auftreten. Eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung besteht nach derzeitigem Stand nicht. (Pressemitteilung LRA Traunstein)

Erstmeldung:

Die große Feuerwand ist weg. Die Sorge aber bleibt im Boden. Nach dem schweren Waldbrand am Saurüsselkopf bei Ruhpolding kommen die Einsatzkräfte bei den Nachlöscharbeiten voran. „Die Einsatzkräfte kommen gut voran“, sagte ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein laut dpa. Auch am Montag sollten wieder mehr als 300 Einsatzkräfte Glutnester aufspüren und ablöschen.

Der Brand an dem 1.270 Meter hohen Berg in den Chiemgauer Alpen ist zwar gelöscht. Doch im Waldboden, unter Wurzeln und in schwer erreichbaren Bereichen glimmt es weiter. Genau diese versteckten Glutnester machen den Einsatz so langwierig. Wie lange Feuerwehr, Bergwacht und weitere Kräfte noch am Berg bleiben müssen, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. „Das hängt von der Witterung ab“, so die Erklärung gegenüber der dpa..

Waldbrand am Saurüsselkopf: Nach der Wende bleibt die mühsame Handarbeit

Der Waldbrand war am Sonntagabend (3. Mai) in schwer zugänglichem Gelände ausgebrochen. Am Montag (4. Mai) stellte Landrat Andreas Danzer den Katastrophenfall fest. In den folgenden Tagen kämpften Hunderte Einsatzkräfte gegen das Feuer – aus der Luft mit Hubschraubern, am Boden unter extrem schwierigen Bedingungen. Nach Angaben des Landratsamts Traunstein galt das Trinkwasserschutzgebiet Laubau von Beginn an als zentrales Schutzziel.

Riskantes Ablöschen am Saurüsselkopf unter SicherungsmaßnahmenRiskantes Ablöschen am Saurüsselkopf unter SicherungsmaßnahmenFotostrecke ansehen

Am Mittwoch kam dann erstmals die vorsichtige Wende: Die Lage hatte sich stabilisiert, eine weitere Ausbreitung wurde nach Angaben des Landratsamts vorerst gestoppt. Gleichzeitig war damals schon klar: Von Entwarnung konnte keine Rede sein. Der offene Brand wurde später gelöscht, doch die Glutnester blieben – und damit der gefährlichste Teil der Nacharbeit.

Wind facht Glutnester wieder an – Regen macht Hoffnung

Wie tückisch die Lage bleibt, zeigte sich noch am Wochenende. Am Samstagabend sorgte stärkerer Wind im engeren Einsatzbereich erneut für Rauch- und Glutentwicklung. Nach Angaben des Landratsamts konnte der betroffene Bereich durch einen Hubschrauber mit Außenlastbehälter rasch nachgelöscht werden. Am Sonntag waren rund 330 Einsatzkräfte mit den aufwendigen Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Der Wind ist weiter einer der großen Unsicherheitsfaktoren. Er kann Glutnester wieder anfachen – auch in Bereichen, die bereits gelöscht schienen. Hoffnung macht den Einsatzkräften nun ausgerechnet das Wetter: Für die kommenden Stunden ist Regen vorhergesagt. Ob er am Ende wirklich spürbar hilft, wird sich aber erst am Berg zeigen. Schon in den vergangenen Tagen hatten einzelne Schauer nach Einschätzung der Behörden nur begrenzten Einfluss auf das Brandgeschehen.

Einer der größten Waldbrände Bayerns seit Jahrzehnten

Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber bezeichnete den Brand bereits in der vergangenen Woche als einen der größten Waldbrände in Bayern in den vergangenen Jahrzehnten. Am Saurüsselkopf geht es deshalb längst nicht mehr nur um die letzten Rauchschwaden. Es geht um Schutzwald, Trinkwasser, steiles Gelände – und um eine Einsatzlage, die Mensch und Material seit Tagen fordert.

Die Bevölkerung wird weiter gebeten, das Einsatzgebiet zu meiden, Absperrungen zu beachten und die Arbeit der Kräfte nicht zu behindern. Denn auch wenn die offenen Flammen gelöscht sind: Solange Glut im Boden steckt, bleibt der Waldbrand am Saurüsselkopf ein Einsatz, der volle Aufmerksamkeit verlangt. (mz)