Weltkriegsbombe
Sperrung der A66: Tausende Pendler betroffen
13.05.2026 – 03:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg (Symbolbild): Ab 10.30 Uhr wird die A66 am Mittwoch vollgesperrt. (Quelle: Landeshauptstadt Potsdam)
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Bei Bauarbeiten wurde eine 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Für Pendler zwischen Frankfurt und Wiesbaden wird der Mittwoch zur Geduldsprobe.
Wegen eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg wird die A66 zwischen Erbenheim und Nordenstadt am Mittwochvormittag ab 10.30 Uhr gesperrt. Täglich fahren laut Bundesanstalt für Straßenwesen rund 94.000 Autos und 5.600 Lkw über diesen Abschnitt. Die Stadt Wiesbaden warnt vor erheblichen Verkehrsbehinderungen. Besonders hart wird es für Pendler zwischen Frankfurt und Wiesbaden.
Die naheliegende Ausweichroute über die A671 ist dabei keine Option: Wegen der laufenden Sanierung der Mainbrücke bei Hochheim ist die Autobahn dort weiterhin komplett gesperrt. Wer am Mittwochvormittag mit dem Auto unterwegs sein will, muss weite Umwege einplanen, zumindest bis der Blindgänger entschärft ist.
Wie es zu der Sperrung kommt
Eine 500 Kilo schwere amerikanische Fliegerbombe war am Dienstagnachmittag bei Sondierungsarbeiten für Straßenbauarbeiten im Bereich der Zufahrt von der B455 zur Lucius D. Clay Kaserne in Wiesbaden-Erbenheim entdeckt worden. Die Entschärfung oder kontrollierte Sprengung ist für 11 Uhr geplant. Die Bombe ist gesichert und wird bis dahin bewacht. Einsatzkräfte von Ordnungsamt, Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und Kampfmittelräumdienst sind im Einsatz.
Neben der A66 werden auch die B455 und die Bahntrasse Wiesbaden–Köln gesperrt. Im Busverkehr sind laut Stadt minimale Einschränkungen möglich.
Nur wenige Anwohner direkt betroffen
Der Fundort liegt in einem wenig bewohnten Gebiet. In einem Radius von 700 Metern um die Bombe müssen lediglich rund 50 Einwohnerinnen und Einwohner ihre Häuser bis 9 Uhr verlassen. Wer keine Unterkunft bei Familie oder Bekannten außerhalb der Sperrzone findet, kann die Notunterkunft in der Johanniter Rettungswache, Wiesbadener Landstraße 80–82, in Amöneburg aufsuchen.
Die Stadt Wiesbaden bittet, bei Fragen zur Evakuierung nicht die Notrufnummern 110 oder 112 zu wählen, sondern das Bürgertelefon unter (0611) 318080 – erreichbar ab 7 Uhr bis zum Ende der Evakuierung.

