Zum Artikel „Kai Wegners Absturz und der zögerliche Umgang der SPD mit dem Mieten-Thema“ vom 09.05.2026
Als zum letzten Drittel Gehörender der verbliebenen bürgerlichen Wähler in Berlin mache ich mir natürlich auch Gedanken, wie es nach den Wahlen im September für die Stadt weitergehen kann. Nach dem Totalausfall der FDP, dem immer extremeren Linksruck der SPD mit allen dazugehörigen personellen Konsequenzen kann man dem aktuellen Absturz der CDU nur noch mit Angst und Schrecken zusehen. Von daher ist die Frage nach einer echten Alternative für die CDU, um dem zwischenzeitlich anscheinend auch irreparablen Amtsmalus von Kai Wegner entgegenzuwirken, durchaus berechtigt. Man wäre fast geneigt, nach dem sehr kompetenten Finanz- und zwischenzeitlichen Kultursenator Stefan Evers zu rufen, wenn man ihm nicht ein Manko an Charisma einerseits und sicherlich auch nicht die Charaktereigenschaft eines Königsmörders attestieren dürfte. Ansonsten das seit vielen Jahren übliche Bild der Berliner CDU: Kungler und Heckenschützen, aber keine Kandidaten! Doch manchmal liegt die Lösung auf der Hand, man muss sie nur sehen: Franziska Giffey! Als eine der letzten Ikonen bürgerlicher Sozialdemokratie wäre Frau Giffey in Berlin absolut CDU‑Mainstream-kompatibel. Von ihrer eigenen Partei und ihren Genossen wird sie seit Jahren gedemütigt. Als Tiefpunkt holt man einen externen, mehr oder minder unbekannten Spitzenkandidaten nach Berlin, dessen wesentliche Qualität wohl eher die Gnade von Herrn Saleh ist. Nach den Wahlen und einer Beteiligung der SPD an einem rot‑rot‑grünen Linksbündnis wird Frau Giffey nicht mal mehr für einen Hausmeisterposten vorgeschlagen werden und damit zu befürchtender Weise in der politischen Versenkung verschwinden. Da wäre der Parteiwechsel eine absolute Win-win-win-Situation!
Thomas Ehlebracht, per Mail
Zum Artikel „Direkt von Berlin nach Skandinavien: Bahn plant neue Mega-Strecke“ vom 09.05.2026
Eine Direktverbindung mit dem Zug nach Oslo und in andere entfernte Städte Europas ist grundsätzlich begrüßenswert. Solange aber die Flüge nicht nur etwas mehr als ein Zehntel der Zeit benötigen, sondern auch noch erheblich billiger sind als die Bahn, wird das wohl von den Reisenden kaum angenommen werden, zumal der mangelhafte Service der Bahn noch dazukommt. Der Umweltgedanke wird da wohl bei den meisten Reisenden hinter runterfallen. Das Hemd ist für gewöhnlich näher als der Rock.
Detlef Trzeciak, per Mail
Zum Artikel „Drohung aus dem Kreml: Medwedew warnt vor Ende der europäischen Zivilisation“ vom 08.05.2026
Das ist ja eine schwer verdauliche Aussage von der Marionettenpuppe Putins. Man sollte die einerseits nicht so ernst nehmen, aber andererseits damit rechnen, dass es eine Situation geben könnte, wo Putin es wahr machen könnte. Für Putin wird es immer enger, weil er sein Ziel in der Ukraine nicht so einfach erreicht, wie er es sich gedacht hatte. Nun sucht er einen Schuldigen, und das ist Deutschland, weil wir die Ukraine mit Waffen und Geld unterstützen. Putin und seine engsten Verbündeten sind menschenverachtende Individuen. Andere Menschenleben sind denen egal, was man ja daran sieht, wie seine eigenen Landsleute an der Front verheizt werden und man die Zivilbevölkerung in der Ukraine ermorden lässt. Sollte der Moment kommen, wo es ihm an den Kragen geht, wird er sich nicht wie Hitler erschießen, sondern es ist zu befürchten, dass er mehrere Atombomben zündet. Und da wären wir, die Nato, hilflos. Wie es danach aussieht, konnte man 1945 in Japan sehen. Traurige, schreckliche Aussichten.
Siegfried Werth, per Mail
Zum Artikel „Berliner Wissenschaftler erforschen, wie gesund Gemüseburger wirklich sind“ vom 09.05.2026
Viele Berichte und so auch die Ausführungen in der Morgenpost reduzieren das Thema pflanzliche Ernährung auf den Verzicht von Fleisch oder generell tierischen Lebensmitteln. Es wird dann geschlussfolgert, dass aus diesem Verzicht ein Mangel entsteht, der gesundheitsbeeinträchtigend sein kann. In der Praxis ist aber meist das Gegenteil der Fall. Vegetarier und Veganer ernähren sich zunächst einmal bewusster als viele Menschen, die von Mischkost leben. Die immer wieder angeführten möglichen Vitamine und Nährstoffe, die besonders Veganern fehlen sollen, werden relativ einfach über andere Lebensmittel kompensiert. (…) Und auch die Reflexreaktion, dass Veganer Wurst und Fleisch durch industriell verarbeitete und nachgestellte Lebensmittel kompensieren, greift zu kurz. (…) Ich bin 67 Jahre alt und lebe seit ca. 40 Jahren vegetarisch, die letzten 15 Jahre sogar streng vegan. In den mehr als 45 Jahren meiner beruflichen Tätigkeit habe ich keinen einzigen Tag krankheitsbedingt gefehlt, alle routinemäßigen Vorsorgeuntersuchungen waren immer unauffällig, meine Blutwerte sind alle immer im grünen Bereich, alle Fitnesskennzahlen stimmen, ich bin sportlich noch immer sehr aktiv, ohne dass ich dabei Einschränkungen erfahre. Aus diesen eigenen Erfahrungen kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass eine Ernährung ohne tierische Produkte nicht ganz falsch sein kann.
Peter Foß, per Mail
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