34 Tage vor WM-Auftakt gegen DFB 

34 Tage vor WM: Rutten tritt bei DFB-Gegner Curaçao zurück – Advocaat wieder da

©IMAGO

Der Artikel erschien in erster Fassung am 11. März und wurde mit der Advocaat-Bestätigung aktualisiert

Aufregung bei WM-Neuling Curaçao: 34 Tage vor dem Turnierauftakt gegen Deutschland ist Fred Rutten nach Protesten als Nationaltrainer zurückgetreten. Das bestätigte der Fußballverband FFK am Montag. Der 63-Jährige machte so den Weg frei für seinen Vorgänger Dick Advocaat. Dessen Rückkehr bestätigte Verbandspräsident Gilbert Martina der Nachrichtenagentur „AFP“ am Dienstag. Eine Verbandsmeldung steht noch aus, in Kürze könnte dies im Rahmen einer Pressekonferenz nachgeholt werden.

Der 78-Jährige Advocaat hatte den Karibikstaat zur ersten WM-Teilnahme geführt, im Februar aber aufgrund der schweren Erkrankung seiner Tochter sein Amt abgegeben. Mit Nachfolger Rutten wurde das Team jedoch nicht richtig warm. Im März gab es gegen China (0:2) und Australien (1:5) in der Vorbereitung auf das Turnier klare Niederlagen.

Es folgte ein öffentlicher Protest von Nationalspielern und Sponsoren. Der Wunsch: Advocaat solle wieder zurückkehren und das gemeinsame Abenteuer beenden. Die familiäre Situation soll dies mittlerweile wieder möglich machen. Der Verband sprach sich zunächst jedoch klar für Rutten aus, was zu weiterem Unmut führte – nun die Kehrtwende.

Nach einem offenen und konstruktiven Gespräch mit dem Verbandspräsidenten habe Rutten sein Amt von sich aus zur Verfügung gestellt. „Es darf kein Klima entstehen, das die gesunden professionellen Beziehungen sowohl unter den Spielern als auch im Trainerstab beeinträchtigt. Daher ist es ratsam, zurückzutreten. Zudem drängt die Zeit und Curaçao muss vorankommen. Ich bedauere die Entwicklung der Situation, wünsche aber allen Beteiligten viel Erfolg“, sagte Rutten.


Der FFK betonte, Rutten habe in dieser Situation außergewöhnliche Klasse, Professionalität und Verantwortungsbewusstsein bewiesen. Der Vorstand will noch am Montag das weitere Vorgehen besprechen. Für Dienstag ist eine Pressekonferenz anberaumt, in der die Entwicklung seit Februar noch mal erläutert werden soll und womöglich auch die Rückkehr Advocaats verkündet werden könnte. Der WM-Kader wird aber noch nicht bekannt gegeben.

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