21.52 Uhr: Auch China lehnt iranische Maut in der Straße von Hormus ab
Die USA und China sind sich nach Angaben des US-Außenministeriums einig, dass kein Land Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus erheben darf. US-Außenminister Marco Rubio und sein chinesischer Amtskollege Wang Yi hätten dies bereits in einem Telefonat im April bekräftigt, sagte Ministeriumssprecher Tommy Pigott am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die chinesische Botschaft in Washington widersprach dieser Darstellung nicht und betonte das gemeinsame Interesse an einer ungehinderten Durchfahrt. Die Erklärung des Ministeriums erfolgte kurz vor einem Treffen von US-Präsident Donald Trump mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping in Peking.
China hatte im April eine von den USA unterstützte UN-Resolution zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus noch mit einem Veto gestoppt. Im April hatte Trump gesagt, China werde große Probleme bekommen, wenn es Waffen an den Iran liefere.
20.24 Uhr: Trump vor China-Reise: Benötigen keine Hilfe im Iran-Krieg
US-Präsident Donald Trump zeigt sich vor seinem Abflug nach China siegessicher im Iran-Krieg. Er werde mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zwar ausführlich über den Konflikt sprechen, benötige aber nicht dessen Hilfe, sagte Trump. „Wir werden ihn auf die eine oder andere Weise gewinnen, friedlich oder mit anderen Mitteln.“ Kurz darauf relativierte er die Bedeutung des Themas für die anstehenden Gespräche: Die USA hätten den Iran „sehr gut unter Kontrolle“.
18.59 Uhr: Israel reißt nahe Jerusalem Dutzende palästinensische Geschäfte ab
Die israelischen Behörden haben in einem Vorort von Jerusalem im Westjordanland zahlreiche Geschäfte von Palästinensern abgerissen. Israel begründet das Vorgehen mit dem Bau einer Straße, die die palästinensischen Gemeinden in dem Gebiet erschließen soll.
„An der Stelle der abgerissenen Geschäfte plant Israel den Bau einer neuen Straße, die den gesamten palästinensischen Verkehr auf diese Trasse umleiten soll, mit dem Ziel, das Gebiet E1 für Palästinenser abzuriegeln“, sagte Hagit Ofran, Leiterin der Organisation Peace Now, die den Siedlungsbau ablehnt. Das Projekt würde zur Vertreibung Tausender in diesem Gebiet lebender Beduinen führen, erklärte sie.
Vor dem Einsatz der Bulldozer am Dienstag hatten die betroffenen Eigentümer von rund 50 Gebäuden in der Stadt Al-Eisarija Räumungsbescheide erhalten, allerdings erst vor knapp einer Woche. Darin wurde ihnen vorgeworfen, die Gebäude ohne Genehmigung errichtet zu haben. Anwälte legten Widerspruch ein und schalteten das Oberste Gericht Israels ein. Die Abrisse wurden dennoch vollzogen.
18.32 Uhr: Kallas – EU-Marinemission kann auf Straße von Hormus ausgeweitet werden
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hält eine Ausweitung der EU-Marinemission Aspides auf die Straße von Hormus nach Ende des Iran-Kriegs für möglich. Aspides leiste bereits „einen entscheidenden Beitrag zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer, doch ihre Aktivitäten könnten auch auf die Meerenge ausgeweitet werden“, sagte Kallas nach einem Treffen der EU-Verteidigungsminister. Dafür müssten die Mitgliedstaaten lediglich den operativen Auftrag der Mission ändern.
Kallas zufolge haben einige Länder bereits zugesagt, mehr Schiffe für Aspides zur Verfügung zu stellen. Es seien „sehr gute Diskussionen“ über die Marinemission geführt worden. Bei ihrem Treffen im März hatten sich die Verteidigungsminister noch gegen eine Ausweitung von Aspides ausgesprochen. Die EU hatte die Marine-Mission Aspides im Februar 2024 beschlossen. Sie soll die Schifffahrt im Roten Meer vor Angriffen der pro-iranischen Huthi-Miliz aus dem Jemen schützen.
18.21 Uhr: Libanon – 380 Tote seit Waffenruhe
Bei israelischen Luftangriffen auf den Libanon sind seit Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen beiden Ländern nach neuen offiziellen Angaben 380 Menschen getötet worden. Unter den seit dem 17. April Getöteten seien 108 Angehörige der Sicherheitskräfte und der Gesundheitsbehörden, erklärte der libanesische Gesundheitsminister Rakan Nassereddin am Dienstag. Die israelische Armee gab einen Einsatz von Bodentruppen im Libanon am Litani-Fluss bekannt, Medienberichten zufolge überquerten dabei Soldaten den Fluss. Auf israelischer Seite wurden seit der Waffenruhe nach Armeeangaben fünf Soldaten getötet.
Nach den jüngsten Angaben der libanesischen Regierung wurden seit Anfang März rund 2.880 Menschen im Libanon bei israelischen Angriffen getötet. Hierunter befinden sich laut der Hisbollah auch getötete Kämpfer der Miliz.
16.00 Uhr: Kriegskosten steigen laut Pentagon auf 29 Milliarden Dollar
Die Kosten der USA für den Iran-Krieg sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums auf fast 29 Milliarden Dollar gestiegen. Diese Zahl nannte der Finanzverantwortliche im Pentagon, Jules Hurst, in einer Anhörung des Kongresses. Der Anstieg seit seiner letzten Schätzung von 25 Milliarden Dollar vor fast zwei Wochen sei auf aktualisierte Ausgaben für Reparaturen und den Ersatz von Ausrüstung zurückzuführen, aber auch auf allgemeine Einsatzkosten.
15.30 Uhr: Iran-Krieg heizt US-Inflation an
Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs ist die Inflation in den USA auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im April um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Das waren 0,6 Prozentpunkte mehr als im März. Die Inflation stieg damit auf den höchsten Stand seit Mai 2023.
Hauptgrund sind die durch den Iran-Krieg massiv erhöhten Öl- und Gaspreise. Treibstoff verteuerte sich demnach im Jahresvergleich um 28,4 Prozent, die Energiepreise insgesamt stiegen um 17,9 Prozent. Für Lebensmittel mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher 3,2 Prozent mehr zahlen.
14.20 Uhr: Israels Armee fängt Drohne ab – Huthis verdächtigt
Die israelische Luftwaffe hat nach Militärangaben eine aus dem Osten gestartete Drohne abgefangen. In Übereinstimmung mit geltenden Richtlinien seien dabei keine Warnsirenen ausgelöst worden, hieß es in einer Mitteilung der Armee. Einwohner der israelischen Küstenstadt Eilat an der Südspitze des Landes berichteten laut Medien, sie hätten Spuren einer Abwehrrakete im Himmel über der Stadt beobachtet. Die „Times of Israel“ berichtete, es werde vermutet, dass die Huthi-Miliz im Jemen hinter dem Angriff stehe. Es wäre der erste Huthi-Angriff seit Beginn der Waffenruhe im Iran-Krieg im vergangenen Monat. Die islamistischen Huthis kontrollieren weite Teile des Jemens und sind eng mit Teheran verbündet, von wo sie beträchtliche militärische Unterstützung erhalten.
13.15 Uhr: Kuwait wirft Iran Angriff auf Insel vor
Kuwait hat dem Iran einen Angriff auf eine Insel im Persischen Golf vorgeworfen. Sechs Angehörige der iranischen Revolutionsgarde hätten versucht, sich Zugang zur kuwaitischen Insel Bubijan zu verschaffen, um dort „feindselige Handlungen“ auszuführen, teilte die kuwaitische Regierung mit. Vier der Männer seien festgenommen worden, zwei hätten fliehen können. Ein Angehöriger der kuwaitischen Sicherheitskräfte sei bei dem Angriff verletzt worden, hieß es weiter.
11.37 Uhr: Iran fordert Trump zum Einlenken auf
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat die USA aufgefordert, Teherans Plan zur Beendigung des Krieges zu akzeptieren. „Es gibt keine andere Möglichkeit, als die Rechte des iranischen Volkes, wie sie im 14-Punkte-Vorschlag dargelegt sind, anzuerkennen“, schrieb Ghalibaf am Dienstag im Onlinedienst X. „Je länger sie auf der Bremse stehen, desto mehr werden die amerikanischen Steuerzahler dafür bezahlen“, warnte er. US-Präsident Trump steht unter starkem innenpolitischen Druck, den Krieg zu beenden. Die iranische Antwort auf einen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges hatte Trump zuvor als „völlig inakzeptabel“ bezeichnet.
11.29 Uhr: Iran-treue Milizen suchen israelischen Stützpunkt im Irak
Die irakischen Volksmobilisierungskräfte – ein staatlich eingebundener proiranischer Milizenverband – haben nach eigenen Angaben einen militärischen „Säuberungs- und Sucheinsatz“ im Süden des Iraks gestartet. Der Einsatz erfolgt wenige Tage nach Berichten über einen mutmaßlichen israelischen Militärstützpunkt in dem Wüstengebiet im Irak. Das „Wall Street Journal“ hatte berichtet, dass Israel von dort auch Luftangriffe im benachbarten Iran durchgeführt habe. Das israelische Militär soll dem Bericht zufolge den Stützpunkt auch mit eigenen Luftschlägen verteidigt haben.
Am Montag erst hatte die irakische Regierung erklärt, dass sich keine nicht autorisierten ausländischen Basen oder Kräfte auf irakischem Staatsgebiet befänden.
10.26 Uhr: Einsatz von „Iron Dome“ in VAE bestätigt
Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, hat den Einsatz des israelischen Raketenschilds „Iron Dome“ zur Abwehr iranischer Geschosse in den Vereinigten Arabischen Emiraten bestätigt. Die Emirate hätten von den Abraham-Abkommen und der darin verankerten Normalisierung der Beziehungen zu Israel profitiert, sagte Huckabee bei einer Konferenz in Tel Aviv. „Schauen Sie sich doch mal die Vorteile an. Israel hat ihnen gerade „Iron Dome“-Batterien und Personal geschickt, das ihnen beim Betrieb hilft.“
Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten Israel im Zuge der von den USA vermittelten Abraham-Abkommen im Jahr 2020 diplomatisch anerkannt.
09.45 Uhr: Iran droht mit Urananreicherung
Der Iran droht damit, bei einem erneuten Angriff sein Uran auf einen atomwaffentauglichen Reinheitsgrad anzureichern. „Eine der Optionen des Irans im Falle eines weiteren Angriffs könnte die Anreicherung von Uran auf 90 Prozent sein“, schreibt der Abgeordnete Ebrahim Resaei, der Sprecher des parlamentarischen Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik ist, auf der Online-Plattform X. „Wir werden dies im Parlament prüfen.“
08.36 Uhr: Mindestens sechs Tote im Süden des Libanon
Bei israelischen Luftangriffen im Süden des Libanon sind Medienberichten zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden. Sieben weitere Menschen wurden bei den Angriffen in der Nacht zu Dienstag zudem verletzt, wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete. Getroffen wurde demnach ein Haus in der Stadt Kfar Dunine. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Angriffen.
06.52 Uhr: Ölpreis zieht leicht an
Der Ölpreis legt im frühen Handel leicht zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg um 0,75 Prozent auf 104,99 Dollar. Am Montagmorgen war der Preis für die weltweite Referenzsorte um fast fünf Prozent auf 105,99 Dollar geklettert. In der Nacht auf Dienstag gab es keine marktbewegenden Nachrichten über die Lage im Iran-Krieg, auch wenn US-Präsident Donald Trump den Ton verschärfte.
04.59 Uhr: Bericht – VAE haben im April den Iran angegriffen
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ im Iran-Krieg im April die Islamische Republik angegriffen. Die Angriffe hätten sich gegen eine Raffinerie auf der iranischen Insel Lawan gerichtet, berichtete die US-Zeitung am Montag. Die Zeitung nannte kein genaues Datum für die angebliche Attacke. Bisher waren Angriffe der Vereinigten Arabischen Emirate auf den Iran in dem Krieg nicht bekannt. Der iranische Sender Irib hatte am 8. April berichtet, Raketen- und Drohnenangriffe unter anderem auf die Emirate seien „wenige Stunden nach dem Angriff auf die Ölanlagen der Insel Lawan“ ausgeführt worden. Die Emirate gehören zu den engsten Verbündeten der USA in der Golfregion.