Liebe Leserin, lieber Leser,
was wird heute wichtig? Hier sind zunächst die Termine des Tages:
• Visit Berlin stellt gemeinsam mit Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey „BerlinPay“ vor. Dabei sollen Touristen Geschenke für nachhaltiges Verhalten wie Müllsammeln erhalten.
• Am Kriminalgericht in Moabit wird die Einziehung einer Immobilie verhandelt. Sie soll nach Erkenntnissen von Ermittlern von Clan-Mitgliedern mit Geld erworben worden sein, das aus Straftaten stammt.
• Am Abend verleiht der RBB die Deutschen Podcast Awards. In 24 Kategorien werden am Abend die besten Sendungen prämiert.
Neues aus Berlin
Irgendwas passt da nicht zusammen. Laut einer neuen Umfrage befürworten 65 Prozent der Berlinerinnen und Berliner eine Expo 2035 in der Stadt, bei den Anhängern der CDU sogar 80 Prozent. Zugleich bröckelt die Technische Universität (TU). Die Studenten spielen Wasserschaden-Bingo.
Zwei Schlaglichter auf den Zustand der Stadt, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten. Denn natürlich würde eine Weltausstellung das Land Berlin Geld kosten. Dieses würde an anderer Stelle fehlen. Denkt man beides zusammen, so ergibt alles keinen Sinn. Es fehlt an Geld für das Nötigste. Da sind die Universitäten nur ein Teil des Problems. Die für Berlin so wichtige Kultur oder auch Investitionen in Straßen, Brücken oder Schulen offenbaren weitere Problemfelder.
Was ist die Lösung? Expo und Olympischen Spielen eine Absage erteilen? Wohl kaum. Beide Projekte haben das Potenzial, eine Aufbruchstimmung zu erzeugen, nötige Investitionen und Planungen zu beschleunigen. Aber kann Berlin das aus eigener Kraft? Momentan sieht es nicht danach aus.
Die Schließung des Hauptgebäudes der TU muss ein Weckruf sein. Für 2035 wäre dem Land zu wünschen, dass nicht nur eine Weltausstellung hier stattfindet, sondern auch die nötige Instandsetzung der Infrastruktur in Gang kommt.
Für die TU sucht erst mal eine Taskforce nach Lösungen. „Wir sind auf jeden Fall jetzt dabei, das aktuelle Problem zu lösen“, sagte Bausenator Christian Gaebler (SPD) am Dienstag. Er kritisierte auch die TU: „Wir sehen, dass dort Sanierungen aufgeschoben worden sind.“ Die ehemalige TU-Präsidentin Geraldine Rauch hat im Gespräch mit meinem Kollegen Helge Denker allerdings einen ganz anderen Blick auf die Dinge.
Wie gefällt Ihnen dieser Newsletter? 👉 Jetzt an unserer kurzen Umfrage teilnehmen!
Außerdem wichtig
Auf Spielplätzen in Berlin findet man ja so manches, was da nicht hingehört. Jetzt hat ein Kind einen echten und wahrhaftigen Schatz gefunden. Doch wie kamen die Stücke eigentlich nach Wilmersdorf? Es ist ein Fall für die Polizei.
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der
Werbevereinbarung
zu.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner plädiert für eine höhere Besteuerung von Menschen, die „wirklich hohe Vermögen haben“. Damit positionierte er sich gestern deutlich bei einem der zentralen bundespolitischen Themen.
Nach dem Skandal um die Kandidatur von Uta Francisco dos Santos hat die SPD in Mitte eine neue Spitzenkandidatin für die Wahl im Herbst. Die Juristin Alexandra Wend (40) aus Pankow sagt im Interview mit meiner Kollegin Iris May: „Wer in Berlin lebt, kommt an Mitte nicht vorbei.“
Ich wünsche Ihnen morgen einen schönen Feiertag. Wir lesen uns am Freitag wieder.
Ihr Peter Schink,
Chefredakteur
Dieser Newsletter gefällt Ihnen? Empfehlen Sie ihn gern weiter.
Unsere Empfehlungen

… von Putins Gnaden
© Jürgen Tomicek | Jürgen Tomicek