07:40 UhrSiemens-Auftragseingang schnellt nach oben
Siemens ist im zweiten Quartal im operativen Geschäft hinter den Erwartungen zurückgeblieben, hält an seinen Zielen für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 jedoch fest. Der Auftragseingang schnellte von Januar bis März auf vergleichbarer Basis um 18 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro, wie der Technologiekonzern mitteilte. Der Umsatz wuchs währungsbereinigt nur um sechs Prozent auf 19,8 Milliarden Euro, während Analysten im Schnitt mit 20,1 Milliarden gerechnet hatten.
Das Ergebnis aus dem Industriegeschäft lag mit 2,97 Milliarden Euro acht Prozent unter Vorjahr; weil Siemens im Vorjahr einen Gewinn von rund 300 Millionen Euro aus dem Verkauf einer Sparte verbucht hatte. Die Zug-Sparte Mobility und die Medizintechnik-Tochter Siemens Healthineers seien durch die US-Zölle belastet worden, hieß es.
07:21 UhrUS-Tochter hilft Deutscher Telekom
Gestützt auf die optimistischeren Prognosen der US-Tochter T-Mobile hat die Deutsche Telekom ihre Jahresziele leicht angehoben. Im abgelaufenen Quartal übertraf der Bonner Konzern die Markterwartungen dank einer robusten Nachfrage geringfügig. „Weitgehend unbeeindruckt von den Ereignissen rund um den Globus läuft unser Geschäft stabil“, sagte der Vorstandsvorsitzende Tim Höttges.
Die Telekom steigerte ihren Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres um 4,7 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro und den bereinigten operativen Gewinn um 7,5 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr peilt sie ein Betriebsergebnis von 47,5 statt 47,4 Milliarden Euro an.
07:07 UhrZwei Themen belasten Asien-Börsen
Die festgefahrenen Gespräche zwischen Washington und Teheran sowie eine höher als erwartete US-Inflation belasten die asiatischen Börsen. Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und die hartnäckig hohen Energiepreise sorgen für Zurückhaltung bei den Anlegern. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, er glaube nicht, Chinas Hilfe zur Beendigung des Krieges mit dem Iran zu benötigen. Ein Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping ist für diese Woche geplant.
„Die unerwartet hohe Inflation und die anhaltenden geopolitischen Spannungen erinnern die Anleger daran, dass hartnäckige Preise und erhöhte Energiekosten nicht so schnell verschwinden werden“, sagt Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG.
Die japanische Börse zeigt sich uneinheitlich: In Tokio legt Nikkei-Index 0,3 Prozent auf 62.930,20 Punkte zu. In Südkorea bricht der Kospi zeitweise 3,2 Prozent ein, bevor er einen Teil der Verluste wieder aufholt. Der Shanghai Composite bleibt fast unverändert bei 4213,51 Stellen.
06:51 UhrTech-Schwergewicht stürzt ab
In Seoul stürzen die Aktien von Samsung Electronics um 5,7 Prozent ab. Der Elektronikkonzern hatte keine Einigung mit seiner südkoreanischen Gewerkschaft über Lohnforderungen erzielt. Mehr als 50.000 Beschäftigte könnten nun in einen Vollstreik treten, der die Produktion von KI- und anderen Chips zu stören droht.
06:33 UhrDas ist los im frühen Devisenhandel
Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 157,67 Yen und legt leicht auf 6,7914 Yuan zu. Die japanische Währung war gestern kurzzeitig gestiegen – Händler spekulierten auf mögliche Interventionen Tokios zur Stützung des Yen. Zur Schweizer Währung rückt der Dollar etwas auf 0,7803 Franken vor. Der Euro bleibt fast unverändert bei 1,1736 Dollar.
06:15 UhrAutoindustrie rechnet mit massivem Jobabbau
Der Verband der Automobilindustrie rechnet mit einem zusätzlichen massiven Stellenabbau in der Autoindustrie. „Wir müssen leider nach aktuellen Berechnungen von einem Beschäftigungsverlust von 225.000 Arbeitsplätzen bis 2035 ausgehen, also etwa 35.000 Arbeitsplätze mehr als bisher angenommen“, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Davon seien von 2019 bis 2025 schon 100.000 Arbeitsplätze verloren gegangen, sagte Müller weiter. Ursprünglich war laut VDA der Abbau von 190.000 Arbeitsplätzen im Zeitkorridor von 2019 bis 2035 vorhergesagt worden. „Betroffen sind insbesondere die Zulieferbetriebe, weil auf dem Weg vom Verbrennermotor zur Elektromobilität gerade in der Zulieferindustrie viele Arbeitsplätze verloren gehen werden“, erklärte die VDA-Chefin.
Als Ursache für die negative Entwicklung nannte Müller auch „eine gravierende und anhaltende Standortkrise“ in Deutschland und Europa. „Und die Bedingungen verschlechtern sich zusehends. Hohe Steuern und Abgaben, teure Energie, hohe Lohnkosten, überbordende Bürokratie – die Liste der Herausforderung ließe sich fortführen“, sagte sie.
06:00 UhrVon Schwergewichten, Energie – und Kursfantasie
Der Dax hat sich im gestrigen Geschäft volatil gezeigt. Der deutsche Börsenleitindex hielt sich lange über der 24.000er-Marke auf, auch deutlich, am Ende schloss er aber mit 23.955 Zählern doch darunter. Das Tagesminus betrug 1,6 Prozent. Marktteilnehmer verwiesen unter anderem auf die brüchige Waffenruhe im Iran-Krieg. Gleichzeitig hatte sich die Teuerung in den USA spürbar erhöht – im Rahmen der Erwartungen.
Und heute? Steht einiges auf der Agenda: Da kommt etwa vor dem mit Spannung erwarteten Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping US-Finanzminister Scott Bessent in Südkorea mit dem chinesischen Vizeministerpräsidenten He Lifeng zu Handelsgesprächen zusammen. Auf der Agenda dürfte die zuletzt gegenüber China weniger aggressive US-Zollpolitik stehen, ebenso wie eine Verlängerung des Abkommens über Seltene Erden. Beim Treffen von Trump und Xi werden auch Zusagen Chinas für den Kauf von Boeing-Flugzeugen und US-Agrarprodukten erwartet.
Unternehmensseitig liegt der Fokus heute klar auf dem Dax: Bei Siemens gibt es dabei eine Premiere, denn die neue Finanzvorständin Veronika Bienert darf mit Vorstandschef Roland Busch die Zahlen für das zweite Quartal präsentieren. Dabei wird sich zeigen, ob und wie der schwache Dollar und die Folgen des Iran-Kriegs den Münchner Technologiekonzern belasten. Der operative Gewinn aus dem Industriegeschäft dürfte nach Analystenschätzungen zwischen Januar und März um sechs Prozent auf 3,05 Milliarden Euro zurückgegangen sein. Doch für das Gesamtjahr 2025/26 trauen die Experten Siemens im Schnitt weiter ein Umsatzwachstum von 7,3 Prozent auf vergleichbarer Basis zu, Siemens selbst hatte die Prognose im Februar auf sieben bis acht Prozent angehoben. Das Betriebsergebnis dürfte dann nochmals um neun Prozent steigen.
Nach der Anhebung der Jahresziele durch die US-Tochter T-Mobile erwarten Börsianer einen ähnlichen Schritt der Deutschen Telekom. Wegen der Spekulationen um eine mögliche Fusion des Dax-Schwergewichts mit T-Mobile spielen die Geschäftszahlen jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Analysten rechnen für das erste Quartal mit einem Telekom-Umsatz von 29,7 Milliarden Euro und einem operativen Gewinn von 11,35 Milliarden Euro.
Auch die beiden Energiekonzerne EON und RWE legen Zahlen für das erste Quartal vor. EON, der größte europäische Betreiber von Energienetzen, hatte angekündigt, von 2026 bis 2030 insgesamt 48 Milliarden Euro zu investieren. Rund 40 Milliarden davon sollen auf das Netzgeschäft entfallen. Aber auch sein Geschäft in Großbritannien hat der Konzern jüngst mit einer Übernahme ausgebaut. Der Versorger RWE, der als Erzeuger von Strom und Gas die Verbraucher nicht mehr direkt beliefert, setzt dagegen verstärkt auf das Geschäft in den USA.
Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.