Der Ausbau der A92 zwischen dem Autobahndreieck MünchenFeldmoching und dem Autobahnkreuz Neufahrn bei Freising kann kommen. Die Regierung von Oberbayern hat mit einem Planfeststellungsbeschluss der Erweiterung der etwa zwölf Kilometer langen Trasse von vier auf sechs Fahrspuren die Genehmigung erteilt.

Einhergehen soll der Ausbau der A92 mit dem Neubau und der Erweiterung von Lärmschutzanlagen. Entlang der Strecke sollen diese teilweise neu gebaut oder erweitert werden, wie die Regierung mitteilt.

Vor allem in den Kommunen Unterschleißheim und Oberschleißheim gibt es trotz der zugesagten Lärmschutzmaßnahmen nach wie vor Kritik am Ausbau der A92, die als wichtige Entlastungsstrecke zur A9 gilt. In der Vergangenheit hatten Kommunalpolitiker immer wieder Widerstand gegen das Vorhaben angekündigt und geleistet. Nach der Zustimmung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens können Gegner des Vorhabens immer noch Klage dagegen einreichen.

Ohnehin hatte es im Laufe des Verfahrens etwa 280 Einwendungen von Privatpersonen sowie etwas mehr als 100 Stellungnahmen von Behörden, Vereinen und Trägern öffentlicher Belange gegeben. Laut Regierung seien diese geprüft und so weit wie möglich berücksichtigt worden – etwa durch entsprechende Auflagen beim Natur-, Landschafts-, Gewässer-, Boden- und Lärmschutz. Als Ausgleich durch zu erwartende Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft sollen entsprechende naturschutzfachliche Kompensationsmaßnahmen auf einer Fläche von etwa 34 Hektar erfolgen.

Die A92 – deren Anschlussstellen Oberschleißheim und Unterschleißheim ebenfalls grundlegend neu konzipiert werden sollen – muss seit Jahrzehnten kontinuierlich mehr Verkehr aufnehmen. Im Bereich der Anschlussstelle Oberschleißheim sind täglich nahezu 70 000 Fahrzeuge unterwegs, am Kreuz Neufahrn sind es weit mehr als 100 000.