Am Mittwoch soll eine Fliegerbombe bei Wiesbaden entschärft werden. Bahnstrecke und A66 werden dafür gesperrt. Wer von den Evakuierungen betroffen ist.
Ein 500-Kilo-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg soll am Mittwoch bei Wiesbaden unschädlich gemacht werden. Die Entschärfung läuft aktuell, teilte die Polizei mit. Der Bereich in einem Radius von 700 Metern um den Fundort wurde evakuiert.
Auch Straßen und Bahnstrecken sind betroffen – etwa die Bahntrasse Wiesbaden-Köln und die A66 zwischen Erbenheim und Nordenstadt. Die Autobahn wurde gesperrt.
Es kommt auch zu Einschränkungen im Busverkehr. Busse werden umgeleitet, umfahren das Gebiet bis zum Ende der Maßnahme und lassen Erbenheim weitgehend aus. Mehr Informationen gibt es bei ESWE-Verkehr.
Bei Sondierungsarbeiten bei Kaserne gefunden
Rund 50 Einwohner rund um den Fundort mussten am Mittwochmorgen ihre Häuser verlassen. Für Menschen, die nicht bei Familie, Freunden oder Bekannten außerhalb der Sperrzone unterkommen, gibt es eine Betreuungsstelle in der Johanniter Rettungswache in Amöneburg. Betroffene Personen können ein Bürgertelefon unter (0611) 318080 anrufen.
Die amerikanische Fliegerbombe sei am Dienstagnachmittag bei Sondierungsarbeiten an der Zufahrt der Bundesstraße 455 zur Lucius D. Clay Kaserne in Erbenheim gefunden worden, hieß es. Der Blindgänger sei gesichert worden und wurde bis zur Entschärfung bewacht.
Wichtiger Militärstandort
Die Lucius D. Clay Kaserne beherbergt mit dem Hauptquartier des US-Heeres für Europa und Afrika eine wichtige Schaltzentrale für die Nato.
Verkehrsprobleme erwartet
Mindestens bis die Entschärfung erfolgt ist, müssen Autofahrer zwischen Wiesbaden und Frankfurt mit weiten Umwegen rechnen. Die naheliegende Alternative zur A66-Route zwischen Erbenheim und Nordenstadt, die Mainbrücke bei Hochheim (A671), fällt weg. Die Brücke wird derzeit noch saniert.
Auch auf der Schiene hakt es derzeit zwischen Wiesbaden und Frankfurt: Seitdem am Sonntagabend ein Schalthäuschen abgebrannt ist, ist der Verkehr der entsprechenden Regionalzüge und S-Bahnen eingeschränkt.