US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer vollständigen Niederlage gedroht und die amerikanische Strategie im Konflikt als erfolgreich bezeichnet. Vor Journalisten erklärte Trump vor seiner Abreise nach China, die Vereinigten Staaten würden den Konflikt »friedlich oder eben auf andere Weise« gewinnen.
Dabei zeichnete Trump ein Bild eines militärisch stark geschwächten Iran. »Ihre Marine ist weg, ihre Luftwaffe ist weg, jedes einzelne Element ihrer Kriegsmaschinerie ist zerstört«, sagte er. Weiter erklärte der Präsident: »Sie werden entweder das Richtige tun oder wir werden die Sache zu Ende bringen.«
Zugleich lobte Trump die von den USA verhängte Blockade gegen Teheran. Diese sei »zu 100 Prozent wirksam«. Der Präsident fügte hinzu: »Die Blockade ist sehr effektiv. Auf die eine oder andere Weise wird sich das sehr gut entwickeln.« Außerdem prognostizierte er steigende Ölmengen auf dem Weltmarkt: »Ich glaube, es wird so viel Öl geben wie noch nie zuvor.«
Gut aufgestellt
Eine Vermittlung durch den chinesischen Staatschef Xi Jinping hält Trump nach eigenen Worten nicht für notwendig. Auf eine entsprechende Frage antwortete er: »Nein, ich glaube nicht, dass wir bei Iran irgendwelche Hilfe brauchen.«
Auch die NATO griff Trump erneut scharf an. Das Bündnis habe ihn enttäuscht. »Die NATO war nicht da, als wir sie gebraucht haben. Wir brauchen die NATO nicht«, sagte er.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte äußerte sich dagegen deutlich optimistischer über die Zukunft des Bündnisses. Zwar stehe die Krise mit dem Iran derzeit im Mittelpunkt internationaler Sicherheitsfragen, langfristig sehe er die Allianz jedoch gut aufgestellt. Rutte verwies insbesondere auf steigende Verteidigungsausgaben europäischer Mitgliedstaaten und Kanadas.
Im Zentrum der aktuellen Spannungen steht weiterhin die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölhandel. Nach Berichten internationaler Medien ist der Tankerverkehr dort inzwischen deutlich zurückgegangen. Beobachter gehen davon aus, dass Teheran seinen Druck auf die strategisch wichtige Meerenge verstärkt.