• Die Fotofreunde Vegesack und Umgegend zeigen bis zum 17. Juli ihre Ausstellung „So habe ich das noch nie gesehen“ im Foyer des Osterholzer Kreishauses.
  • Nur Aufnahmen, die mit Digitalkameras gemacht wurden, werden präsentiert, erläuterte Ulrich Reiß, Sprecher der Fotofreunde Vegesack.
  • Die Ausstellung ist montags und donnerstags von 8 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr, dienstags von 8 bis 18 Uhr und mittwochs sowie freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnet, Eintritt stets frei.

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Fotografen sind eine ganz eigene Spezies. Sie laufen durch die Welt, zücken plötzlich ihre immer griffbereite Kamera und zielen – ja, worauf eigentlich? Demjenigen, der solchen aktiven Lichtmalern in freier Natur begegnet, erschließt sich nicht immer, was der Fotograf oder die Fotografin wohl gerade für ablichtenswert hält.

Aber dann laden etwa die Fotofreunde Vegesack und Umgegend, ein lockerer Verbund fotografisch Interessierter, zu einer Ausstellung ein, dieses Mal ins Foyer des Osterholzer Kreishauses. Und da hängt nun einiges von all dem, was die ambitionierten Hobbykünstler im Sinn hatten, als sie auf den Auslöser drückten.

Rätselhafte Motive

„Hier sind tatsächlich nur Aufnahmen zu sehen, die mit Digitalkameras gemacht wurden“, erläuterte Ulrich Reiß, Sprecher der Fotofreunde Vegesack. Unter der Überschrift „So habe ich das noch nie gesehen“ hängen noch bis zum 17. Juli Aufnahmen im Foyer des Kreishauses, die manchen Besucher Rätsel aufgeben: Was ist das eigentlich?

„Wir haben inzwischen so viele Eindrücke und Fotos, die uns fast überwältigen“, sagte Reiß bei seiner Begrüßung. Pro Tag würden etwa 5,3 Milliarden Fotos weltweit gemacht, das seien 31.000 Fotos pro Sekunde. Mit der heutigen Technik würden beileibe nicht nur gute Bilder geschossen, aber die, die nach Ansicht des Produzierenden nicht gut sind, könnten ja auch von den Speicherkarten der Kameras – oder noch häufiger der Smartphones – schnell und lautlos wieder gelöscht werden. Und dann sind da noch die Aufnahmen, die entstehen, wenn ein Fotograf die professionelle Kamera immer dabei hat und schnell auf eine einmalige Gelegenheit reagieren kann: Ein Blick in den Himmel durch ein Loch im dichten Grün eines Waldes etwa – ein perfekter Moment, manchmal nur Sekundenbruchteile lang.

Ulrich Reiß, Sprecher der Fotofreunde Vegesack, führte in die Ausstellung "So habe ich das noch nie gesehen" ein.

Ulrich Reiß, Sprecher der Fotofreunde Vegesack, führte in die Ausstellung „So habe ich das noch nie gesehen“ ein.

Foto:
Christa Neckermann

Manche der Aufnahmen sind einfach zu entschlüsseln. So wie der Blick auf den Fuß mit den Gummistiefeln. Oder hat der Betrachtende doch etwas unter der Sohle verpasst? Interessant ist auch die Aufnahme von dem Gebäude, in dessen Fenstern sich ein Sonnenuntergang auf vielfältige Weise spiegelt. Die Aufnahme von der Rückseite eines Busses, dem hinten eine Klappe fehlt und so den Blick auf eine menschliche Rückseite freigibt, lässt die Gäste der Ausstellungseröffnung schmunzeln. Ob der dort Sitzende etwa unschöne Gerüche verbreitete, weswegen die Klappe entfernt wurde?

Einen besonderen Blick für italienische Pasta in ungekochtem Zustand entwickelte Roswitha Weber und verwirrte damit so manchen Besucher. „Was soll das sein?“, fragte sich ein Gast leise, bevor er auf dem Schildchen neben der Aufnahme die Antwort fand: „Ach, Spaghetti!“

Andere wiederum stutzten vor technisch wirkenden Aufnahmen mit merkwürdigen goldenen Ornamenten. Ein Paar schaute sich die Aufnahme an, und während die Dame kicherte, war der Herr etwas unsicher. „Du lachst – haben wir das bei uns zu Hause nicht auch?“

Bei manchen Fotos war das Glück des Augenblicks entscheidend. Etwa bei der Aufnahme eines Flugzeuges, auf dem ein Schwarm Vögel saß. Waren sie als blinde Passagiere mitgereist, oder hatte ihre Flügelkraft die Macht der Triebwerke verstärkt?

Wer in den nächsten Tagen und Wochen Termine im Kreishaus hat, sollte etwas mehr Zeit als gewöhnlich einplanen. Vielleicht lässt sich dann das Rätsel um das Fahrrad aus der Wand, den fliegenden Amboss oder die U-Bahn im Heck eines Flugzeugs lösen.

Info

Die Ausstellung ist bis zum 17. Juli montags und donnerstags von 8 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr zu sehen, dienstags durchgehend von 8 bis 18 Uhr, mittwochs und freitags von 8 bis 12 Uhr. Der Eintritt ist immer frei.

Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.

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