Eine Weltkriegsbombe an der A66 bei Wiesbaden-Erbenheim ist erfolgreich entschärft worden. Die Autobahn war stundenlang gesperrt. Betroffen waren auch eine Bundesstraße und eine Bahnverbindung.
Der Fundort der Bombe in Wiesbaden-Erbenheim
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00:38 Min.|Gaby Beck
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Der Kampfmittelräumdienst hat die 500 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe an der A66 bei Wiesbaden-Erbenheim entschärft.
Das Gebiet in einem Radius von 700 Metern um die Bombe war am Morgen geräumt worden. Bis 9 Uhr sollten Anwohner den Sperrbereich verlassen haben.
Die A66 zwischen Wiesbaden-Mainzer Straße und -Nordenstadt war seit 10.30 Uhr voll gesperrt, dadurch kam es in beiden Richtungen zu Staus. Die B455 war seit 9.30 Uhr ebenfalls gesperrt. Betroffen war auch die Bahntrasse Wiesbaden-Köln. Gegen 12.30 Uhr wurden die Sperrungen aufgehoben.
700-Meter-Radius: Diese Karte zeigt den Evakuierungbereich.
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Wenige Anwohner, viele Autofahrer betroffen
Die Bombe war bei Sondierungen für Straßenbauarbeiten an der Zufahrt von der B455 zur Lucius D. Clay Kaserne entdeckt worden – ein wenig bewohntes Gebiet. Rund 50 Bewohnerinnen und Bewohner waren betroffen. Trotzdem dürften deutlich mehr Menschen die Auswirkungen zu spüren bekommen haben.
Täglich fahren rund 94.000 Autos und 5.600 Lkw über den Autobahnabschnitt bei Wiesbaden-Erbenheim, zählt die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Die Stadt Wiesbaden hatte für Mittwoch vor erheblichen Verkehrsbehinderungen gewarnt – vor allem auf der A66.
Wer am Vormittag mit dem Auto von Wiesbaden Richtung Frankfurt fahren wollte oder umgekehrt, musste weite Umwege in Kauf nehmen. Eine übliche Ausweichroute fiel dabei weg: Auf der A671 wird noch immer die Mainbrücke bei Hochheim saniert, sodass die Autobahn auch dort komplett gesperrt ist.