Pläne beendet
„Nicht sinnvoll“: Möbelriese erteilt Nürnberg eine Absage
13.05.2026 – 13:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Musterküche bei Ikea (Archivbild): Im Süden der Stadt sollte ein neues Möbelhaus entstehen. (Quelle: IMAGO/Manfred Segerer/imago)
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Eine Möbelkette kauft in Nürnberg ein Grundstück. Jahrelang passiert darauf nichts. Jetzt beendet das Unternehmen die Pläne – und lässt sich eine Hintertür offen.
2017 hat das Möbelunternehmen in Nürnberg ein Grundstück gekauft – eigentlich um eine neue Filiale dort zu errichten. Jetzt, fast zehn Jahre später, ist klar, dass Ikea kein neues Möbelhaus in der Regensburger Straße eröffnen wird. Das teilte der schwedische Möbelriese am Dienstag (12. Mai) mit.
Man habe nach dem Kauf des Grundstücks gemeinsam mit der Stadt Nürnberg in einem „zielorientierten Bebauungsplanverfahren Planungsrecht geschaffen“, heißt es in der Mitteilung. Die seither gewonnenen Erkenntnisse hätten jedoch gezeigt, „dass sich das geplante Vorhaben unter den heutigen Voraussetzungen nicht sinnvoll umsetzen lässt“.
Ikea-Grundstück in Nürnberg: Zukunft ungewiss
Ein Einrichtungshaus werde deshalb auf dem Grundstück unweit des Max-Morlock-Stadions nicht mehr geplant. Was mit dem Grundstück künftig geschehen soll, bleibt unklar. Man stehe mit der Stadt Nürnberg im Austausch und arbeite an einer gemeinsamen Lösung für die Fläche, heißt es in der Mitteilung.
Gleichzeitig scheint eine neue Ikea-Filiale in Nürnberg, wohl in der Innenstadt, dennoch denkbar. In der Mitteilung heißt es nämlich: „Nürnberg bleibt für Ikea Deutschland ein zentraler und attraktiver Standort mit großem Potenzial.“ Dazu scheint auch der inzwischen wieder geschlossene Ikea-Pop-up-Store im ehemaligen Kaufhof beigetragen zu haben.
Ikea im Kaufhof: „Postive Erfahrungen“
So teilt der Konzern weiter mit: „Die positiven Erfahrungen aus dem zeitlich begrenzten Pop-up-Format in der Innenstadt fließen aktuell in weitere Überlegungen ein, wie Ikea künftig näher zu den Menschen in Nürnberg kommen kann.“
Die Planungen für die neue Filiale in der Regensburger Straße gerieten bereits kurz nach dem Kauf des Grundstücks ins Stocken, weil Ikea seine Strategie änderte. Statt großer Möbelhäuser am Stadtrand wollte der Konzern auf „kleinere Formate“ in den Innenstädten setzen.



