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Der deutsche ESC-Kommentator Thorsten Schorn kam beim ersten Halbfinale unterschiedlich an. Mancher feiert seine Witze, andere wüten.

Wien – Thorsten Schorn (50) bestreitet sein drittes Jahr als Eurovision-Song-Contest-Kommentator fürs deutsche Fernsehen. Er hatte Peter Urban (78) abgelöst, der sich nach einem Vierteljahrhundert von diesem Amt zurückzog. Schorns erste Einsätze beim ESC waren pointiert und humorig – aber 2026 scheint er etwas anders zu kommentieren. Darauf deutet zumindest das Halbfinale am Dienstag hin.

Thorsten Schorn war auch Teil des Pausenprogramms beim ESC-Halbfinale: Hier feiert er eine richtige Antwort seiner MitspielerinThorsten Schorn war auch Teil des Pausenprogramms beim ESC-Halbfinale: Hier feiert er eine richtige Antwort seiner Mitspielerin. © Screenshot

Schorn hatte offenbar einige Witze vorbereitet. Nur drei Beispiele unter vielen: Die Band Vanilla Ninja, bestehend aus drei Frauen, nannte er „die estnische Antwort auf Salt ‘n‘ Pepa, Monrose, Bananarama und die Jacob Sisters – vor allem deren Pudel“. Den abschließenden Schrei bei Serbiens Metal-Vertretern Lavina kommentierte Schorn lachend wie folgt: „Ich kann nicht mehr. Kleines Bäuerchen noch hinten. Schulz.“ Später kam der Australier Go-Jo auf die Bühne, Teilnehmer von 2025, in einem hautengen Dress mit sichtbarer Beule zwischen den Beinen. Schorn scherzte: „Also, er trägt ein Mikrofon, und zu einem Mikrofon gehört auch immer ein Säckchen, in dem der Sender ist, und ich glaub, das hab ich auch schon entdeckt.“

Thorsten Schorn kommt bei ESC-Fans unterschiedlich gut an

Schorn war beim ersten Halbfinale also durchaus auffällig, kommentierte sich mehr in den Vordergrund als in den vergangenen Jahren. Sogar auf die Bühne durfte der Kommentator: Um die Zeit zwischen dem Voting und der Bekanntgabe der Ergebnisse zu überbrücken, fand ein ESC-Quiz statt, mit Schorn als einem der Kandidaten.

Bei den Eurovision-Song-Contest-Guckern kam der Halbfinal-Einsatz von Thorsten Schorn unterschiedlich an. Und es gibt durchaus Lob: „Können wir mal kurz festhalten, dass Thorsten Schorn den Kommentatoren-Job richtig gut macht“, schwärmt ein Nutzer bei X. „Schorn ist heute aber auch gut drauf, oder?“, wundert sich eine weitere Person.

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Einer anderen schmeckte seine Leistung in verschiedener Hinsicht nicht: „Werde kein Fan mehr von Schorn. Finde die Gags nicht gut und wenn du einfach nur sagst, „Spanien setzt dieses Jahr aus“, da aber nicht weiter drauf eingehst, kannst du‘s auch lassen.“ Spanien zählt zu den Ländern, die wegen der Zulassung Israels den ESC 2026 boykottieren.

Billige oder gar respektlose Witze? Thorsten Schorn sorgt für Diskussionen bei ESC-Fans

Einige wüten förmlich gegen den deutschen ESC-Kommentator: „Schorn gehört ausgetauscht, der ist genauso nervig wie sein Vorgänger!“, heißt es bei X. Oder auch: „Thorsten Schorn ist wie der verbitterte Großonkel, der keine Lust auf den ESC hat – und mit seinen billigen Altherrenwitzen alles kaputtmacht. Muss für Samstag einen Stream ohne deutschen Kommentar finden.“ Sachlich, aber kritisch fällt folgende Reaktion aus: „Wieso ist der Kommentator denn bei fast jedem Song so negativ? Zerstört irgendwie die Stimmung.“

Mancher steuerte sogar die Instagram-Seite Schorns an und postete dort Kritik – etwa an einer despektierlichen Reaktion zu Boy George, der bei San Marino als Gaststar dabei war. „Auch im 3. Jahr wieder nur Kommentare, die weder lustig noch respektvoll sind“, schreibt ein weiterer Nutzer.

Auch über die Band Vanilla Ninja scherzte Thorsten SchornAuch über die Band Vanilla Ninja scherzte Thorsten Schorn. © Jens Büttner / dpa

Auch der Scherz auf Kosten von Vanilla Ninja sorgt für Unmut: „Was sollte dieser Hate gegen die Girls von Vanilla Ninja gerade???!!! Das war unterste Schublade! Als Kommentator sollte man da nicht neutral sein, statt solche Kommentare abzugeben! Bin gerade echt schockiert, wie man so herablassend live im TV sein kann! Wenn man die Band oder den Song nicht mag, okay! Bisschen mehr Respekt bitte gegenüber den Künstlerinnen!“ Respektlos oder lustig? Die Meinungen zu Schorn gehen 2026 definitiv auseinander. Auch einer der beiden Moderatoren wird heiß diskutiert. (Quellen: ESC-Halbfinale, X, Instagram) (lin)