Mit Gesprächen auf höchster europäischer Ebene hat der Verband der Automobilhändler Deutschlands (VAD) den Autohandel als eigenständigen Akteur in der EU‑Mobilitätspolitik positioniert. Im Mittelpunkt standen Elektromobilität, Bürokratieabbau und eine stärker marktorientierte Regulierung. Der VAD stellte sich mit seinem Vorstand in Brüssel vor und brachte zentrale Anliegen des Handels direkt in die europäische Politik ein.
VAD-Präsident Burkhard Weller, Schatzmeister Peter Schäfer, Geschäftsführer Kurt-Christian Scheel und AUTOHAUS‑Chefredakteur Ralph M. Meunzel trafen unter anderem Till Spannagel (Ständige Vertretung Deutschlands bei der EU), die Europaabgeordneten Marion Walsmann, Jens Gieseke und Angelika Niebler, Kerstin Jorna (Generaldirektorin der GD GROW) sowie Mitja Schulz (EU‑Vertretung VDA).
Warnung vor zu engen EU-Vorgaben
In den Gesprächen machte der VAD deutlich, dass die Transformation des Automobilsektors nur mit marktnahen Instrumenten gelingen kann. Der Verband warnte vor starren Vorgaben wie verbindlichen E‑Auto‑Quoten für Flotten und betonte die Bedeutung von Technologieoffenheit und Nachfrageorientierung.
Kritisch bewertete der VAD zudem die Pkw‑Energieverbrauchskennzeichnung. Aus Sicht des Handels verursacht sie hohe Bürokratiekosten, bietet jedoch kaum zusätzlichen Nutzen für Verbraucher. Der Verband sprach sich daher für einen Neustart mit digitalen Lösungen aus. Ein weiteres Thema war der aus Sicht des VAD auf EU‑Ebene unzureichende Zugang zu Investitionsschutz für den Handel.
Mit Blick auf chinesische Hersteller plädierte der Verband für eine sachliche Auseinandersetzung statt Alarmismus und verwies zugleich auf neue Formen der Zusammenarbeit im Handel.