US-Präsident Donald Trump ist zu seinem Besuch in China eingetroffen. Die Präsidentenmaschine Air Force One landete am Abend (Ortszeit) auf dem internationalen Flughafen von Peking. Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in China seit fast einem Jahrzehnt. Trump hatte die Volksrepublik schon während seiner ersten Amtszeit im Jahr 2017 besucht.

Vizepräsident Han Zheng empfing Trump am Flughafen. Mit Trump stiegen sein Sohn und Unternehmer Eric Trump und dessen Ehefrau Lara aus der Regierungsmaschine aus. Der US-Präsident wird zudem von hochrangigen Wirtschaftsvertretern begleitet. Darunter befindet sich auch Elon Musk.

Trump soll am Donnerstag den chinesischen Machthaber Xi Jinping treffen und nach den Gesprächen wieder in die USA zurückfliegen. Erwartet wurde, dass der pausierte Zollstreit und die Handelsbeziehungen der beiden größten Volkswirtschaften der Welt gesprochen wird. Auch der Irankrieg wurde als Thema erwartet. Trump sagte jedoch vor seinem Aufbruch, Xi brauche nicht zur Lösung des
Konflikts beizutragen. »Wir haben eine Menge zu besprechen. Ich würde
nicht sagen, dass der Iran dazugehört, um ehrlich zu sein, denn wir
haben den Iran sehr gut unter Kontrolle«, sagte er.

Gesprächsbedarf zum Irankrieg, Handel und Taiwan

Der Irankrieg hat de facto zur Sperrung der Meerenge von Hormus geführt, durch die rund 20 Prozent des weltweit geförderten Erdöls verschifft werden. Das hat die Energiepreise weltweit in die Höhe schnellen lassen. Darunter leidet auch die chinesische Wirtschaft. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi war vergangene Woche in Peking.

Die US-Regierung strebt einen Handelsausschuss mit China an, der Differenzen zwischen den beiden Ländern beilegen und einen Handelskrieg verhindern soll. Im vergangenen Jahr war es nach Trumps Zollerhöhungen zu heftigen zollpolitischen Auseinandersetzungen gekommen. China wiederum möchte unter anderem die technischen Beschränkungen beim Zugang zu Computerchips abbauen und Zölle senken.

China kritisierte zudem US-Pläne, Waffen an das demokratisch regierte Taiwan zu verkaufen, das China als Teil seines Staatsgebietes betrachtet. Trump hat angekündigt, er werde mit Xi ein Waffenpaket im Umfang von elf Milliarden US-Dollar für Taiwan besprechen, das die US-Regierung bereits genehmigt, aber bislang noch nicht umgesetzt hat.

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